Donnerstag, 31. Dezember 2015

Kurz davor, wie jedes Jahr

Nur wenige Stunden dauert 2015, dann beginnt 2016. Vor dem Fenster wird schon eifrig geknallt, erinnert stark an Schüsse aus Gewehren aus Kriegszeiten. Eigentlich knallt es wie jedes Jahresende, doch heute, wo fasst jedermann im Hinterkopf an irgendwelchen IS Terror denkt, obwohl, nur zum schaurigen Spass, denn niemand lässt sich die Lust am Feiern, am Knallern verderben, am Allerwenigsten die Kinder, die voll im Knallerrausch die Luft mit Lärm und Gestank füttern. Alle Jahre wieder. Weihnachten liegt noch schwer im Magen, all die leckeren Dinge, die die Magensäfte auf Hochtouren bringen, Rülps. Das Sylvester Menue fällt weniger gehaltvoll aus,etwas fettärmer, aber dafür mit viel Alkohol getränkt, hicks. Prost, wir schaffen das, so oder so

Dies ist die letzte Post im Jahr 2015, aber auch die erste Post auf dem neuen Tablett, das IPad gehört der Vergangenheit, landet entweder als Elektroschrott beim Entsorger oder, wie der nette Mann bei Apple sagte: Sieht doch noch sehr gut aus, können sie bestimmt bei Ebay verkaufen. Wir reparieren nicht, aber ein gleichwertiges IPad können sie bei uns für 300€ eintauschen. Hm, kurze drei Jahre hat es gehalten, wie lange hält ein überholtes Tablett gleicher Bauart? Nie wieder Apple, obwohl mein Sohn glücklich im Applestore die Geräte ausprobierte, während wir 11/2 Stunden auf die niederschmetternde Diagnose warten mussten. That's Life. Samsung hält hoffentlich etwas länger. Der Verkäufer war auch sehr nett, wollte gleich noch eine 80€ Versicherung verkaufen. Lohnt sich, sagte er, ein neuer Akku kostet mindestens, mit allem so 150€, kommt mit der Versicherung viel billiger. Nein, habe dankend abgelehnt. Zuhause entdeckte ich bei dem Neugerät eine kleine Anleitung wie ein Akku gewechselt werden kann, allerdings, das wird nicht so ganz einfach werden. Also Akku Zeit sparen und auf Flugmodus schalten.
Prost Neujahr


















Montag, 21. Dezember 2015

Jahresende Blues

Hilfe, mein Tablet hat sich nach lächerlichen drei Jahren verabschiedet. WeihnachtsWunsch ein Neues, auf dem Smartphone tippt es sich schlecht. Die vielen  Gedanken wollen nicht aufs Smartphone, viel zu mühsam, obwohl die Worterkennune etwas Erleichterung verschafft, wenn sie nicht gerade  ihre Gedanken durchsetzen will. Ja, die Welt wird via Internet nicht nur von digitalen Trollen überschwemmt, auch sonst treiben digitale Wesen eine mehr oder weniger konstruktive Manipulation, die durch menschliche Programmierung fehlerhaft ins destruktive Chaos führen kann.
Huch, jetzt herrscht nur noch Leere im Kopf, da scheint die konstruktive Beeinflussung ins destruktive Nichts abgerutscht zu sein. Eine Analyse des Problems wird leider boykottiert.
Merry Christmas  oder wie man heute sagt Happy Holidays

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Langsame Gedanken

Wochenende bleibt Wochenende, obwohl es auch nur Tage sind. Das neue Google+ fällt leider anders aus, obwohl die Inhalte bleiben. Ich will mein altes Google+ wieder haben, wahrscheinlich wurde es zu teuer, weil nicht so viele User Google+ in Anspruch nehmen. Gut, dann wird Facebook meine neue Plattform werden. Ach, da kommt Arbeit auf mich zu, ob ich es wohl wagen werde? Spontanität wird die Entscheidung treffen, allerdings nur wenn der InnereSchweinehund Ausgang hat. Vielleicht trifft auch die Gewohnheit die Wahl. Werden wir uns an Terroranschläge gewöhnen? Wird die Welt irgendwann ein Stückchen besser werden und der Terror ein Übel der Vergangenheit ? Die Hoffnung und der Mut zur Veränderung geben den Menschen Antrieb für ein gerechteres Leben. Allerdings, allein die Definition Gerecht unterliegt subjektiven Auslegungen, die sehr konträr sein können und schon wird es wieder neue Konflikte geben. Das Leben ist kein Ponyhof sondern Arbeit, Arbeit, Arbeit. Meine Couch gehört allein mir, ob und wann ich sie verlasse entscheidet das körperliche Wohlgefühl. Ein Luxus, den sich nur Menschen aus der sogenannten 1. Welt erlauben können. Seufz

Montag, 14. Dezember 2015

Eine Post ist eine Post



Die Schönheit des Seins begleitet uns vom ersten Tag des Lebens, aber auch nach vielen, vielen Jahren haben wir kein Bewusstsein dafür entwickelt, obwohl die Sehnsucht, ein ständiger Begleiter unseres Selbst, verzweifelt danach sucht.
 Ach, wie gut hab ich es auf der Couch, umgeben von wohliger Wärme, der Kühlschrank wohl gefüllt, quält mich nur die Wahl des Fernsehprogramm. Das Internet verspricht die unbegrenzte Auswahl eines individuellen, ganz auf meine Bedürfnisse zugeschnittenen Programm. Welch eine Horrorvorstellung, ständig Entscheidungen zu treffen, welch eine Aufregung aus der Vielzahl des
Angebots wählen zu müssen. Nein, diese Aufregung stört den Genuss der Trägheit, die ab und an durch kleine Kommentare in den Social Media unterbrochen wird. Mein ganz bequemer Blick auf die Welt der User, die sich nur im WWW schriftlich zu allen Themen äußern. Die Kommunikation der Zukunft, ganz nach meinem Geschmack. Die Couch bleibt mein Leben. Gedanken über Langeweile vertreiben die unsäglichen  Beiträge über die unerträgliche Leichtigkeit des Seins im Zeichen von Google, Twitter,  Facebook und Co.

Donnerstag, 26. November 2015

Die Freiheit des Friedens ist unantastbar

Was nun, Entscheidungen stehen an, die eigentlich niemand treffen will. Frieden bestimmt unser Gutes Leben, Krieg steht dem entgegen. Verantwortung gegenüber den Bürgern sollte an erster Stelle stehen. Nur wie sie umsetzen, wenn der Terror dem entgegen steht, weil er wie eine Qualle seine giftigen Fäden über  die Länder zieht. Der Terror lässt sich bekämpfen, aber das wird nur unter vielen Opfern  zum Ziel führen. Die Freiheit zu verteidigen wird mit dem Blut der Opfer bezahlt werden, so scheint es. Ein Dialog hat keine Chance, denn wer sich rühmt dem Tod näher zustehen als dem Leben, will möglichst viele mit sich ziehen. Da kommen die Flüchtlinge in der Hoffnung auf ein friedliches Leben, da werden sie vom Terror eingeholt. Ein Terror, den die Rechten gierig aufgreifen um auch zurück zu schlagen. Dazwischen die Zivilgesellschaft, auf ein Miteinander eingestimmt, dass von gegenseitigen Respekt geprägt, nichts von kriegerischem Handeln hält. Aber was nun, kann die globale Weltgemeinschaft gemeinsam dieses Problem lösen, obwohl die Interessen unterschiedlicher nicht sein können. Gibt es eine politische Strategie?

Dienstag, 24. November 2015

Der Wille und sein Geist

Wir sind was wir sind, nur scheinen die wenigsten darüber nachzudenken. Wer bin ich, eine von vielen in einer Welt der Masse von Menschen, die gegenüber der Mehrheit von Masse, bequem leben dürfen. Darüberhinaus gibt es eine sehr reiche Minderheit des Luxus des Augenblicks, denn nichts scheint endgültig, außer das Leben in Armut. Der Tod steht unumgänglich hinter dem Leben, egal, wie es geführt wird. Leben bedeutet immer im Kampf mit dem Leben zu stehen. Die Globalisierung versteckt sich hinter den Auseinandersetzungen vieler Konflikte. Wer führt die Fäden, wer steuert den Prozess der Entwicklungen, wohin werden sie führen? Die Macht der Lobbyisten der globalen Konzerne, die Märkte der Aktien, die mehr Finanzen versprechen als jede Realwirtschaft. Der Terrorismus kann sich nur ausdehnen mit einem hohen Potential an finanziellen Ressourcen. Macht ist gleichbedeutend mit der Kontrolle der Finanzströme. Tatsachen über Tatsachen, während dessen die Zerstörung von Umwelt voranschreitet, auch eine von vielen Tatsachen, der man intelligenten Lösungen begegnen kann. Ohne den menschlichen Geist, ob  negativ oder positiv, wird keine Zukunft  geben.

Dienstag, 17. November 2015

Mit Mut der Angst entgegentreten



Die Trauer trocknet, denn das Grauen scheint mehr und mehr zum Alltag zu werden. Eine Gewöhnung wird daraus nicht folgen, aber was dann? Solidarität, ein Gefühl den Herausforderungen der Zeit gemeinsam gegenüber zu stehen. Wir kennen das Phänomen der Amokläufer, wir erinnern uns an den norwegischen Attentäter Beivik. Egal welche Gesinnung, welche Motivation hinter den Anschlägen, hinter dem Morden so vieler unschuldiger Menschen stecken, in dem Bestreben möglichst großes Leid zu verbreiten, sind sie sich alle gleich. Der IS sonnt sich in der Macht des Terrorismus, denn er hat keine Angst vor dem Tod, im Gegenteil, der Tod wird glorifiziert, obwohl ich glaube, dass die Hintermänner oder Anführer sehr wohl das Leben genießen und die Verblendeten in den Asymetrischen Krieg senden. Soweit sind die Rechten bei uns noch nicht. Gewaltbereischaft macht vor dem eigenen Tod halt. Letztendlich sind sie aber eine genauso große Gefahr für die Zivilgesellschaft, die sich nicht mehr in Private zurückziehen kann. Daraus kann sich eine große Stärkung entwickeln, denn wenn alle, egal welcher Religion, welcher ethnischen Gruppierung sie angehören, gemeinsam dem Irrsinn die Stirn bieten, wird die Freiheit des Individuums eine Zukunft haben.

Dienstag, 10. November 2015

Erinnerung an eine gradlinige Persönlichkeit

Der Rhythmus des Lebens führt seinen eigenen Takt, der nicht beeinflußbar scheint. 96 Jahre, ein lange Zeit, nicht zu vergleichen mit 105 Jahren eines J. Heesters, wenn auch die 96 Jahre eines H. Schmidt wesentlich bedeutender waren. Nun ist er gegangen und doch scheint er noch da zu sein. Eine Persönlichkeit, die in den Köpfen vieler noch lange präsent sein wird. Vielleicht ist es auch so, dass Helmut Schmidt nicht loslassen kann, er der bis ins hohe Alter politisch aktiv war und mit seinem klaren Verstand am Geschehen teilnahm, verläßt die körperliche Ebenen, aber bleibt noch eine Weile auf der geistigen Ebene in den Gedanken der Menschen. Was wird bleiben, die Erinnerung an einen gradlinigen Menschen, der weniger an die Macht durch Kalkül als an politische Überzeugung glaubte. Da spielt es keine große Rolle ob er nun viel oder eher weniger bewegt hat. Seine mediale Präsenz gibt Zeugnis ab vom Wirken einer großen Persönlichkeit.

Sonntag, 8. November 2015

Schlafmangel träumt von Regentropfen

Müde bin ich, geh zur Ruh, schließe beide Äuglein zu. Schöne Vorstellung, aber der Schlaf verzieht sich voller List, gaukelt Müdigkeit vor. Nur, ist nix mit geruhsamen Schlaf, da können die Äuglein geschlossen bleiben solange sie die Dunkelheit aushalten, kein Schlaf gibt sein Stelldichein. Da kommt eine neue Post gerade recht, die Finger sind eifrig mit dem Tippen der Buchstaben beschäftigt und das Hirn ringt verkrampft mit dem Inhalt. Die Bedeutsamkeit von Inhalten wird stark überbewertet, denn es wurde schon alles gesagt. Es wird gehandelt, so oder so, für oder wider von realen oder vermeintlichen Tatsachen. Es wird in den sozialen Netzwerken gepöbelt, so oder so, keine müde Sau lockt es aus dem Pfuhl hervor, ausgenommen vielleicht diejenigen, die auf dumpfes, rechtes Gedankengut stehen und die anderen, die eifrigen Verfechter der Gutmenschen. Wir leisten es uns  auf Vegan zu stehen, aber ab und an überfällt uns, überfällt mich das unstillbare Bedürfnis nach Fleisch. Vegan, eine Modewelle mit tollen, kreativen Rezepten, die nur sehr satte Menschen beschäftigen kann. Die Welt scheint mit uns, mit mir im Wettstreit zu treten, wer ist verrückt, verrückter, am verrücktesten. Alles nur Gedanken, die abseits dessen, was um uns herum geschieht, entstehen, in kleinen Wellen auf und ab treiben, schweben, um sich dann im Nichts auflösen. Was will uns der November mitteilen, wenn er mit dem Frühling liebäugelt, als der Pflicht nachzukommen den Winter einzuläuten. KLIMAWANDEL ?

Dienstag, 3. November 2015

Gedanken über den Stress

Stress hervorgerufen durch Langeweile, eine furchtbare Situation, aber Stress durch zu viel Arbeit, hervorgerufen durch Termindruck, einfach herrlich. Was kommt nach der Diagnose: Künstlicher Termindruck durch fiktiven Abgabetermin. Gut, nur wohin mit der fertigen Arbeit? Eine neue Kiste mit Datum der Abgabe und ab in die hinterste Ecke. Nur, wo finde ich eine hintere Ecke, wenn alles mit Möbeln zugestellt ist. Erneuter Stress stellt sich ein durch mangelnde Möglichkeiten der Problemlösung. Kann mich nicht entscheiden, ob dieser Stress nun furchtbar oder herrlich einzuschätzen ist. Entscheidungen treffen sind schrecklich, doch sind sie dann getroffen stellt sich ein wohliges Gefühl der Problemlösung ein. Hintere Ecken sind besetzt bleibt nur der Keller nach Entsorgung der Dinge, die seit Jahren dort ausharren um dann im Müll zu landen. Hausmüll oder Gelbe Tonne, auch so eine unangenehme Entscheidung, die nur gelöst wird, wenn der Hausmüll über genügend Platz verfügt. Ach geht es mir gut, alles im Lot. Moby Dick wir schaffen es, aber nur wenn ich eine Kiste gefunden habe, auf der in großen Buchstaben und Zahlen ein Termin prangt. Sie wird solange mitten im Raum, von allen Seiten sichtbar, stehen und mich an die imaginäre Abgabe erinnern. Stress ich liebe dich, du gibst mir das Gefühl der Lebendigkeit

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Die Flamme der Erkenntnis

Winterzeit, dunkle Zeit, die mit Kerzenschein Gemütlichkeit suggeriert. Auf der Couch liegt es sich gleich, außer, dass die Rollläden früher herabgelassen werden, denn durch das Licht gerät das Innere zur öffentlichen Präsentation. Eine ungemütliche Einbildung, die im Grunde nur nach Aufmerksamkeit lautlos schreit. Welcher Spanner schaut schon auf eine, in eine Wolldecke ( Acryl ) Liegende, deren Blick nur  auf den Flachbildschirm starrt. Da sogenannte Psychopathen nicht auszuschließen sind, und um dem Für und Wider einer Einbildung zu entgehen, geben herabgelassene Rollläden die Sicherheit von Intimität. Kerzenschein beleuchtet voller Heimeligkeit das Zimmer, es stinkt leicht nach Paraffine, aber es stört den Fernsehkonsum in keiner Weise, schenkt es doch eine Art von Gemütlichkeit, die sich nur in der dunklen Jahreszeit einstellt. Die Vorstufe der heimeligen Weihnachtszeit, des unzähligen Strümpfe stricken (die Familie erwartet es oder tut jedenfalls so) und der Stress des Keksebackens. Alle Jahre wieder und wieder die ewig gleiche Abwechslung, genau wie das Fernsehprogramm. Der Mensch, ein Gewohnheitstier, mag die Regelmäßigkeit der Wiederholung. Das Nachrichtenprogramm, ob TV, Radio oder Printmedien bedienen die Stimulation der Aufregung in Form wechselnder Nachrichten, die ein Thema bis zum geht nicht mehr aufbereiten, bis es den Grad der Wiederholung in Langeweile mündet läßt, um das Gemüt des Konsumenten nicht zu überfordern. Während dessen bereist die Kanzlerin, getrieben von einem globalen Präsentseins, die Welt und suggeriert geschäftig politische Kompetenz. Was treibt mich an, außer dem schlechten Gewissen, die Graphic Novel Moby Dick zu vollenden,
NICHTS. SEUFZ, SCHNIEF.

Dienstag, 27. Oktober 2015

Der Herbst vor dem Winter

Eigentlich, die 101. Post sollte wie ein Neuanfang sein. Ein Begriff, der besonders gerne in der Politik angewandt wurde. Die Betonung liegt auf wurde, denn er findet keine Aufmerksamkeit mehr. Heute prägen Durchhalteparolen wie: "Das schaffen wir." die alternativlose Aufmerksamkeit der Politik. Wir sind 80 Millionen, da werden wir doch die Flut der Flüchtlinge integrieren können. Ja, wir sind viele und haben den Anspruch Schutzsuchende mit gewohntem Organisations Talent Menschenwürdig unterzubringen. Die Kommunen stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen, der Wohnungsbau wird in kurzer Zeit keinen neuen Wohnraum schaffen. Die Humanitäre Hilfe mitten in unserer Gesellschaft  stößt an Grenzen ihrer Möglichkeiten, will sie ihren Ansprüchen genügen. Wir schaffen vieles aber nicht alles. Eine Tatsache, die hilflos macht Angesichts des nicht enden wollenden Strom an Menschen. Hilflosigkeit gibt keine Antwort auf die Fragen der unmittelbaren Zukunft, das Zauberwort lautet "Gemeinsam" den Herausforderungen des 21. Jahrhundert begegnen. Klingt positiv, sehr naiv und lässt erahnen, dass auch die Gemeinsamkeit ihre Grenzen hat, andererseits hilft vielleicht der Werbespruch: Nichts ist unmöglich. 80 Millionen loten die Grenzen des Machbaren aus und treffen Entscheidungen für oder gegen den Anspruch einer Wertegemeinschaft, die nur eine ideale Beschreibung eines nicht vorhandenen Zustandes ist. Humanität, ein Begriff der Handlungen voraussetzt.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Die heilige 100

Ohne Fleiß keinen Preis. Ein Spruch ohne Bedeutung, denn der Fleiß beinhaltet keinen Preis. 100. Post, bin ich fleißig gewesen, herzlichen Glückwunsch zur 100. Post und dass alles von der Couch aus, im Liegen. Gerade in der heutigen Zeit sind Eigenlobe sehr wichtig, denn die Einbildung verlangt Gerechtigkeit. Ich wage gar nicht an die 101. Post zu denken, denn diese Zahl zerstört die Reinheit einer 100. kann also durchaus möglich sein, dass dies die letzte unschuldige Post sein wird. 100 belanglose Posts, während der letzten 16 Monate. Ein kurzer Zeitraum innerhalb der Länge der Existenz von Menschheit. Klingt irgendwie nach einem falschen Satz, schlecht formuliert. Die Zahle 100 garantiert noch lange nicht Qualität, geschweige denn Quantität. 100 klingt so gewichtig, eine wunderschöne Zahl, fernab von Flüchtlingsschwemme, Asylbefürworter, Asylgegner und den Rest der Menschheit, die Tagein, Tagaus einer Beschäftigung nach gehen und wenig Zeit für reale  Horrorgeschichten haben, vielleicht nur über geringe Fantasien verfügen, die diese Horrormeldungen bestätigten, oder einfach nur gleichgültig sind, weil sie genug zutun haben den Alltag zu bewältigen. Da kann ich es mir leisten meinen Gedanken freien Lauf zu lassen und je nach Stimmung für oder gegen etwas in meiner Post schreiben. Die 100. Post und das am heiligen Sonntag, dem Tag, da der Mensch ruhen soll. Die Alltäglichkeit auf der Couch erlaubt es mir jeden Tag, nach gut Dünkeln, zu ruhen. Verdammt, warum hat sich nur die Rechtschreibprüfung verabschiedet, wo kann sie wieder aktiviert werden. Mühen, die Bewegung verlangen. Nein, keine Lust, die Lust, die Luft ist raus, übrig bleibt, hm? Ich bin erstaunt, dass ich soviel sinnloses Zeug hintereinander weg schreiben kann, dabei lautet mein Credo: In der Kürze liegt die Würze.

Samstag, 10. Oktober 2015

Gedanken schlafen nicht

Da laufen sie, die Gedanken, aber niemand weiß wohin, ich am aller Wenigsten. Ein Problem ergibt sich dadurch nicht, warum auch, sind allein meine Gedanken, mein geistiges Eigentum. Wie das klingt, so hochtrabend, erhaben, dabei doch so banal. Nichts kommt von nichts, eine feststehende Tatsache und warum soll ich jetzt WhatsApp installieren? Geh mit der Zeit, sagt eine innere Stimme, muss wohl ein Gedanke sein, wer sonst spricht mit mir von Innen nach Außen. Gut, gut, werde es demnächst anpacken, hab ja sonst nichts vor. Da protestiert etwas und säuselt:"He, was ist mit mir, Projekt Moby Dick Adaption?" Wenn ich mich so umschaue, von der Couch aus, trotzt die Wohnung vor Arbeitseifer. Die Farben, aufgereiht, stauben auf dem Tisch langsam, aber sicher ein, furchtbar teuer, mischen sich mit dem Staub der Zivilisation. Die Turner Kunstbücher liegen links davon auf einem kleinen Beistelltischchen, Mindestens 10 Skizzenbücher von DinA 3 bis A5 liegen gestapelt vor dem Fenster. Irgendwo, verbuddelt die Moby Dick Übersetzungen, hier und da lugt eine Graphic Novel zum Thema aus dem Tischchaos hervor. Das Kreative Chaos suggeriert Geschäftigkeit. Im anderen Zimmer steht versteckt der lädierte Laptop ( ein gebrochenes Scharnier), verbunden mit einem externen, großen Bildschirm, Tastatur, Maus und Drucker. Etliche bedrucktes Papier mit Texten zu Moby Dick, umschwirren den Schreibtisch und Teppich. In der Kürze liegt die Würze, ich kann nicht anders. 400 Buchseiten gekürzt auf 6 DinA 4 Seiten, natürlich in eigene Worte gefasst. Ständig wandelt der Text, wird verändert, ergänzt und gekürzt. Ein Prozess, der niemals endet. Ich drucke, ich sehe und die Unzufriedenheit gewinnt die Oberhand. Schnell, schnell sagt die Stimme, es wollen noch 600 Seiten gelesen und Zusammengefasst werden. Nicht nur zusammenfassen, ein Gefühl für den Inhalt, für meine Art der Adaption verlangt Hingabe, Konzentration, keine Langeweile. Gut, die Tagesschau verlangt meine Aufmerksamkeit, wieder etwas Aufregung tanken. Sprengsätze, Türkei, PKK, Flüchtlinge, TTIP, Kanzlerschaft, Herr Seehofer, Abgase beim Diesel von VW. nichts Neues, alles wie gehabt. Freue mich auf die West Side Story, mein Lieblingsfilm aus der Kindheit. Was habe ich die Familie genervt mit dem ständigen abspielen der Platte zum Film, der wunderbaren Musik von Leonard Bernstein. Ach damals, da war die Welt noch im Lot, jedenfalls aus der Erinnerung heraus. Was wird morgen sein, bleibt da auch ein wohliges Gefühl der Erinnerung vom heute?

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Die Empfängnis unterliegt der Störung

Kunst kommt nicht immer von Können, sondern von Wollen. Oh, das Wort erinnert an Wolle, soll ich Stricken oder das Skizzenbuch füllen? Niemand sagt mir was zu tun ist. Schade, hätte gerne einen Mentor der mich von der Couch befreit. Oh, was bin ich faul. Hallo Goethe, könntest du nicht auf mein Handeln Einfluss nehmen. Hallo, Mist, die Verbindung lässt sich nicht mehr herstellen, er hat mich aufgegeben oder meine neuen Hörhilfen stören den Empfang. Egal, dann bleibe ich auf der Couch liegen, schaue ab und an zum Tisch hinüber und zweifle an meinen Fähigkeiten Kreativität aufs Papier zu bringen. Immerhin scheint eine kleine Regung von schlechten Gewissen den Innerenschweinehund zu berühren, Taten lassen auf sich warten. Warten gehört zum Grundübel der Verweigerung von Handeln. Ach, ich weiß jetzt, ich denke an den Spruch des Jahrhunderts der größten Motivationstrainerin: Wir schaffen das. Wir schaffen das..... Ich schaffe es. Ich schaffe es. Heute ist der Smalltalk Tag, läuft gerade im Fernseher, so bin ich immer auf dem Laufenden. Stimmt, Laufen gehört zu den guten Tätigkeiten, die der Gesundheit förderlich sind, allerdings nicht bei herbstlichen Regenwetter. Ich schaffe das, Stricken funktioniert auch im Liegen auf der Couch. Nein, obwohl Socken sehr gut beim Beschenkten ankommen und gerne getragen werden, während die Kunst ohne Resonanz bleibt. Was tun? Multitasking gilt auch für Stricken, Posten, Fernsehen und an Moby Dick arbeiten

Wir, ich und ich, schaffen das. Blablabla.....

Montag, 5. Oktober 2015

Ach, alles ist so schön bunt

Ach, ist das schön, so friedlich ruhig, alles fließt und die Gedanken suchen einen Platz der Entspannung nach all den vielen Nachrichten, dem Hin und Her, dem Für und Wider der Flüchtlingsschwemme. Zu viele Gutmenschen und zu viele Flüchtlinge, zu viele Vermutungen, zu viel von allem. Stopp, und nun abschalten, abwarten und nur schöne Gedanken zu lassen. Ach, ist das schön so auf der Couch zu liegen und die vielen Wiederholungen im Fernsehen im Halbschlaf zu genießen. Warum habe ich dann die Nachrichtensendung zugelassen. Schwupp, verflixt und zugenäht, da sind sie wieder: Werte Menschlichkeit, oh, diese Falschheit, nö, ich kann es nicht mehr hören und sehen. Schmuddelecke, Grenzsicherung, Flüchtlingszahlen, Realismus der Politik, Europa. Mein Puls schlägt wild und viel zu schnell. So ein Quatsch, sagt das Gewissen, die Welt ist so wie sie ist, ein Widerspruch in sich, wir Menschen sind so, höre auf an das naive Gute zu glauben, handle mit den Möglichkeiten des Ist-Zustandes. Von der Couch aus lässt es sich nur eingeschränkt handeln. Analysiere warum du dich aufregst. Richtig, es ist nur die Langeweile, die nach etwas Abwechslung lechzt. Nachrichten sind Krimis, deren Wiederholung zwar meistens vorhersehbar sind, aber ab und an auch Aufregung versprechen. Alles fließt, nur der Strom ändert seine Richtung, dagegen zu schwimmen ist nicht möglich und das verfluchte, neue Smartphone werde ich irgendwann bedienen können, ich muss es nur wollen. Ach, geht es mir gut, alles um mich ist so schön bunt nur die Graphic Novell über Moby Dick nervt, wartet auf Vollendung. Eh, es reicht doch wohl, dass sie in meinen Gedanken schon längst fertig ist, warum dann noch die Übertragung in die Realität einer künstlerischen Praxis.

Freitag, 2. Oktober 2015

Geben oder nicht geben, scheint die Frage der Zeit zu sein.

Hallo, wo bleibt die Griechenlandkrise? Flüchtlinge, Flüchtlinge, eine never ending Story. So viele Meinungen und kein konkreter Umgang mit der Zukunft. Friedens Nobelpreis hin ode her, scheint heute kein Gewicht mehr zu haben, wo für, weshalb. Mir fällt niemand dafür ein. Da kommt der Alternative Nobelpreis sehr viel gewichtiger daher. Es werden Menschen geehrt, die wirklich etwas geleistet haben, nicht nur verbal, das können viele, aber am Handeln scheitert es dann. Na gut, zeichnen wir das Deutsche Volk, die Leistungen der unermüdlichen Freiwilligen für deren Einsatz in der Flüchtlingsbewältigung aus, schließlich sind es die Steuerzahler, die die Milliarde für die klamme UN aufbringen werden, nicht irgendein Politiker. Allerdings bestimmt die Politik über den Verbleib von Geldern, so wie über die Milliarden Euro, die die Integration von Menschen aus fernen, "unsicheren" Ländern kosten werden. Integration, ein schönes Wort, nur ein Wort, wenn nicht konkrete Handlungen folgen wird. Eine Integration, die Menschen braucht, die Ideen in die Realität umsetzen, damit die Eingliederung in die Gesellschaft gelingen kann. Hoffen wir das Beste, obwohl einem jeden böses schwahnt und der Alltag den Willen zur Integration in Gleichfültigkeit enden wird.
Das Leben und Sterben gehört zum Geschäft des Alltags, hier wie dort und Griechenland? Leise rieselt das Nichts in der Unendlchkeit der Nachrichtenflut. Ach ja, da gibt es ja noch den Putin, wie seine Armee unermüdlich für den Frieden in Nahost bombt. Was will er, eine sichere Station im Mittelmeer? Wo bleiben die Chinesen, es können ja nicht alle durch die Ostsee schippern. Warum chinesische Schiffe in der Ostsee, die Kieler Woche ist längst vorbei. So ein Durcheinander und in der überbrodelnden Flut der Nachrichten wird viel gemeckert, böswillig gehetzt und im Zuge der Unsicherheiten blühen die Landschaften einer beschränkten Fantasie und Verschwörungsvermutungen. Wir leben in einer sehr verrückten Zeit, vielleicht war jede Zeit in allen Jahrhunderten auf ihre Weise verrückt, weil wir Menschen nicht anders können. Wir sind sehr widersprüchlich in unseren Handeln. Die Problematik der vielen Flüchtlinge offenbart es in besonderem Maße. Zwischen mitfühlendem  und rationalem Handeln liegen Welten, die das Für und Wider eines Einwanderungsgestzes sichtbar macht.

Sonntag, 20. September 2015

Die Auslegung von "Humanität"

Gemeinsam den Stöpsel ziehen bedeutet auf dem Trockenen zu leben. Gemeinsam dem Irrsinn Einhalt gebieten wäre eine humane Tat an der Menschheitsentwicklung. Wir sehen, wir erkennen aber handeln doch nur nach dem Eigennutz. Was tun, wenn die Interessenlage ein Widerspruch an sich ist. Einerseits das hochhalten einer vermeintlichen Humanität - Wir schaffen das, dem Asylgewähren ist keine Obergrenze gesetzt. Allerdings nur, wenn die Flüchtlinge einen gefährlichen Weg bewältigen, der so manche Staaten in Bedrängnis bringt und die Gefahr von wiederaufflammenden Konflikten  heraufbeschwört. - Andererseits gehört Vernunft nicht mehr zum Geschäft der Politik, sondern halbherziger Aktionismus. Wer für die Einheit Europas eintritt und Griechenland um jeden Preis in der Gemeinschaft halten will und nur mit Druck die anderen europäischen Länder auf Kurs zu halten versucht, darf sich nicht wundern wenn ein Großteil der europäischen Länder dem Alleingang in der Flüchtlingsbewältigung nicht folgt.  Die Humanitäre Katastrophe steht vor unser aller Tür und Deutschland wird es allein nicht schaffen, das ist eine unumstößliche Tatsache, die nun nur gemeinsam bewältigt werden kann, schnelles Handeln sollte Priorität haben.
"Die Geister die wir riefen werden wir nun nicht mehr los."

Samstag, 19. September 2015

Gedanken zur Nacht

Die Hoffnung, dass je später der Abend voran schreitet, um so eher der Morgen ans Fenster klopft, sagt nichts über Wochenende aus, die auch nur Tage sind, die jeden Morgen aufs Neue beginnen. Das ist der Lauf der Dinge seid Anbeginn der Zeiteinteilung. Mit dem Auftreten der Menschheit kommen und gehen Gedanken im positiven wie im negativen Sinn und beeinflussen das Leben, dass in den letzten 70 Jahren vom Fortschritt der Bequemlichkeit in der westlichen Welt geprägt wurde. Nun soll alles anders werden? Veränderungen gehören zum Lauf der Dinge, sei es durch Menschen gemacht oder von der Natur, dem heißen inneren Kern der Erde, denn wir leben auf einer dünnen, brüchigen Haut. Vielleicht streift irgendwann ein Komet die Erde, vielleicht landen Außerirdische auf der guten, ach so geplagten Erde. Vielleicht trifft auch ein Blumentopf mein arg geplagtes Hirn, ein Unfall, eine Krankheit oder oder oder. Alles kann möglich sein, so war es schon immer und so wird es immer sein, solange die Erde existiert. Nichts ist sicher, nicht einmal das Nichts.

Freitag, 18. September 2015

Frühe Gedanken

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Schreiben lässt sich zu jeder Zeit, auch am frühen Morgen, am Wochenende. Ein ausgiebiges Gähnen begleitet die tippenden Finger auf den Buchstaben in der Erwartung von Befehlen aus dem Hirn um Wörter zu bilden die in Sätzen einen Sinn ergeben. Der Geist ringt nach Inhalten die ihn bewegen, sucht und sucht, will nicht über die Völkerwanderung, die Bilder der Massen nachdenken, schreiben. Hat Frau Merkels öffentliche Einladung die Masseneinwanderung verstärkt? Ja, sie hat der humanitären Krise ein menschliches Gesicht gezeigt und nicht ein politisches. War das falsch, wenn ja, soll sie zurücktreten? Nein, denn die Situation würde dadurch nicht besser, eher unsicherer. Die Stunde des Handelns kann nur Europa gemeinsam vollbringen, aber nichts geschieht. Der Hilflosigkeit kann im gemeinsamen Handeln begegnet werden, denn wer seine nationalen Interessen vorschiebt hat schon verloren, die Zukunft aller Bürger liegt in der Vielfalt des Staatenbundes EU. So, was habe ich jetzt von diesen so tragenden Gedanken? Nichts, sie sind nur Blabla. Die Chance auf eine sichere Zukunft liegt in der handelnden Zivilgesellschaft. Die Aktivitäten der vielen Ehrenamtlichen Helfer machen Mut versprechen eine Zuversicht, die die Pokitik verspielt hat.

Donnerstag, 3. September 2015

Mad World

Unruhe hat meinen Geist befallen, rastlos taumelt er zwischen  äußeren und inneren Ereignissen hin und her. Moby Dick ertrinkt im Blut der tödlichen Jagd. Wie beschreiben, wo den Schwerpunkt der Adaption setzen. Das Original in Übersetzungen zweifach lesen, aber da drängen sich die Flüchtlinge dazwischen, wie mit ihnen umgehen, wie mit den Radikalen, allein die Wahrheit bleibt auf der Strecke. Moby Dick verliert seinen Reiz, der Drang die Geschichte schnell  zu beenden lenkt meine Aufmerksamkeit auf Graphic Novels, nicht auf die Bilder, ich suche die Abkürzung des umfangreichen Original. Pfui, schimpft das Gewissen, armselige Tat, nur um schneller fertig zu werden. Die Konzentration lässt nach die Aufregung übernimmt die Führung. Die Hilfsbereitschaft der ehrenamtlichen Helfer ist überwältigend, dem gegenüber stehen die brutalen Ausraster der Rechten, der vermeintlichen Verteidiger des christlichen Abendlandes. Allein der Gedanke verursacht Übelkeit ändert aber nichts an der Problematik. Einerseits geht es um humanitäre Hilfe, die selbstverständlich sein sollte, die aber nicht die Problematik der Integration verschweigen darf, obwohl viele Gutmenschen davor warnen, mit diesen Äußerungen den Rechten in die Hände zu spielen. Ach Moby Dick, wie soll ich mit dir fortfahren? Die blutige Jagd, das Kochen des Öls, der unbändige Hass Käpt'n Ahab, der sich über die Verantwortung für seine Männer, für Schiff und Ladung stellt, die Revolte der Matrosen, die um ihr Leben fürchten. Mellville schweift gerne ab, spickt seine Geschichte Kapitel lang mit Tatsachen aus realen Begebenheiten. Die Graphic Novels beschränken sich auf den Plot der Geschichte, die Interaktion zwischen den handelnden Personen. Parallelgesellschaften schleichen aus der Erinnerung heran, die Problematik eines Teils der muslimischen Mitbürger, die ihre Religion über das Grundgesetz stellen. Ein ZDF Bericht sucht nach Antworten. Kanada gilt als Vorbild, Neubürger müssen sich an die Gesetze halten, Verstöße werden mit Ausweisung geahndet, 10 000 Menschen trifft es jährlich. Die deutsche Justiz hat vor der Problematik kapituliert, wie sollte sie auch deutsche Bürger mit ausländischen Wurzeln ausweisen, weil sie die Religionsgesetze über das Grundgesetz stellen. Was tun? Schwierig, denn es wurde in den Anfängen der Integration versäumt auf die Einhaltung der demokratischen Regeln zu pochen. Wollen wir ein gemeinsames Leben, dann können wir verlangen, dass unsere Werte der Demokratie akzeptiert werden. Der Rechte Mop hält sich auch nicht daran, in dieser Beziehung der Radikalität schenken sich die Gruppen nichts. Das Grundgesetz hat für die Retter des Abendlandes auch keine Gültigkeit. Also bleibt der Zivilgesellschaft nur ein konsequentes Vorgehen gegen Verstöße egal aus welcher Richtung sie kommen. Gleichgültkeit, ein halbherziges Integrationsprogramm fördert nur die Parallelgesellschaften.

Sollte den Fernseher ausschalten. Moby Dick beenden wir unsere Zusammenarbeit in Text und Bild.

Dienstag, 1. September 2015

Das Unwort Neger im öffentlichen Raum

Was für ein Tag, alles in Ordnung, das Wetter warm und meine Gedanken so heiß. Endlich etwas Aufregung, der harmloseren Art, obwohl das Wort, um das es geht, nicht ausgesprochen werden darf. Da hat ein Politiker vom wunderbaren Neger gesprochen. Welch eine Aufregung für alle Weißen Gutmenschen, bin ich ein böser Mensch,  - gut in Erinnerung an eine alte Zeit, da es im normalen Sprachgebrauch und in vielen Büchern für alle Ewigkeit gespeichert wurde - weil ich diesem Wort nichts schlechtes abgewinnen kann, wohlweislich, dass es von Rassisten als Schmähwort benutzt wird? Es gibt viele Worte die mißbraucht werden. Das Wort Neger stammt aus einer Zeit, da man farbige Menschen so klassifiziert hat. Oh jeh, jetzt habe ich das Wort Farbig verwendet für Menschen mit dunkler Hautfarbe, dabei bin ich doch viel farbiger, mal läuft mein Gesicht rot an, dann werde ich vor Schreck leichenblass und im Sommer schimmert meine Haut im schönsten Braun. Die Hautfarbe eines Menschen sagt nichts über seine Person aus, verortet ihn weder auf den afrikanischen noch auf den amerikanischen Kontinent, hat also keinerlei Bedeutung im alltäglichen Umgang miteinander, also warum dann die Betonung der Hautfarbe, wenn ein jeder das Recht hat mit seinem Namen angesprochen zu werden. Es ist die alte Überheblichkeit der sogenannten weißen Rasse, auch so ein schreckliches Unwort.
Obwohl das Wort Neger meiner Kindheit durch Literatur und Comic positiv besetzt war und ich es nur in diesem Kontext verwende, rege ich mich tierisch auf über die Mitmenschen zum einem und die Rassisten zum anderen. In einer pluralen Gesellschaft sollte man dem Wort Neger toleranter begegnen um der Diskriminierung der negativen Bedeutung entgegen zu treten. Es als dass zu sehen was es ist, eine alte Bezeichnung aus den 50iger Jahren. Eine Dämonisierung führt nur zu einem weiteren Missbrauch durch Menschen, die alles "Fremde" ablehnen.

Warum rege ich mich so auf? Ganz einfach, ich habe nie die Hautfarbe meines Gegenüber wahrgenommen, sondern nur den Menschen mit dem ich in Kontakt trete. Wenn wir alle so denken würden, dann spielen irgendwelche Stigmatisierungen keine Rolle mehr.

Donnerstag, 13. August 2015

Und nun?

Es kribbelt in den Fingern, die 90. Post will geschrieben werden. Seit einem Jahr bin ich mehr oder weniger dabei. Mein Ziel, jeden Tag eine Post zu schreiben, Schwamm drüber. Allerdings, wenn ich die Post meiner drei Blogs zusammenzähle, dann sind es 124 Posts. Das Jahr hat 365 Tage, geteilt durch 124 ergibt rund gerechnet alle drei Tage eine Post. Geht doch, darauf einen Prosseco. Oh, nichts im Haus, nur eine Flasche Rotwein, die in der hintersten Ecke des Vorratsschranks auf den Winter wartet. Gut, ein alkoholfreies Radlerbier schmeckt auch. Prost Jahrestag irgendwann im August. Nun, dass hätte ich abgeharkt und nun? Worüber schreiben, über Ohrgeräusche, unangenehme Verstärkungen der Nebengeräusche, wie die nachbarliche Clospülung, wahrscheinlich wird das Geschäft bei geöffneter Tür vollzogen. Trotzdem sehr bedenklich, wenn diese Geräusche das Nachrichtenprogramm dermaßen übertönen, das gehört zum Leiden der Hörgeschädigten, die auf Hörhilfen angewiesen sind. So, dass wäre auch festgehalten, auf Ewig im Netz gespeichert. Die Ergebnisse meines Strickwahns sind auf Pinterest für die Ewigkeit dokumentiert. Und nun? Nein, Stricken gehört nicht mehr zu den vorrangigen Leidenschaften, das arme Kind ist schon dazu verdammt alle bisherigen Strickobjekte zu tragen. Wohl oder Übel bleibt Moby Dick als Alternative zum Nichtstun. Vielleicht wird es möglich sein den Strickwahns auf einen Schreib und Zeichenwahn zu übertragen, aber wodurch kann es zu einer Transformation kommen? Hitze und Denken passen nicht zusammen, eine Lösung des Problems scheint in weite Ferne zu liegen. Auf der Couch werde ich auch von Tag zu Tag fetter vom Nichtstun. Walking wäre eine Möglichkeit und dann Sternschnuppen anschauen und sich eine Transformation wünschen.
Die 90. Post auf einen Tiefstand der geistigen Leistung angelangt, von der Schwüle des Tages umnebelt, wird nicht besser. Ich stehe auch zu meinen schlechten Leistungen, denn eine Leistung ist immer eine Leistung, es gibt kein Versagen, es sei denn das Nichtstun gewinnt für immer die Oberhand. 124 Posts sind eine Leistung, neben 20 Pulli stricken und 10 Bilder zum Thema Moby Dick in Pastel zeichnen und vieles andere mehr. Vielleicht sollte ich diese Post löschen, nein, warum, es ist eine Übung für kommendes nach dem Sommerloch, das so nicht existiert, aber gerne als Entschuldigung für hohle Gedanken herhalten muss. Muss kommt nicht von müssen, es ist nur eine Assoziation für die nachbarlichen Aktivitäten, wenn ich richtig gezählt habe, lief die Pressspülung während dieses Tippen mindestens fünf Mal.

Dienstag, 21. Juli 2015

Der Ruhemodus einer Sommerpause



Der Sommer zeigt sich von seiner angenehmen Seite, es ist warm, die Luft lau und der Körper schaltet auf Ruhemodus. Seltene Tage, die in voller Länge ausgekostet werden wollen. Jeder Augenblick ein Genuss, diese Milde streichelt die Laune, die sich wiegen lässt, hin und her pendelt zwischen Dösen und bewussten Aufsaugen eines angenehmen Gefühls der Leichtigkeit des Seins. Atmet das Klima einwenig aus, bevor es erneut mit voller Kraft die tosende Hitze, die Gewitterstürme, den Hagel, die Tornados auf uns hernieder pusten wird. Eine trügerische Ruhe vor dem nächstenUnwetter? Nun, es kommt wie es kommt, daran ändern werden wir nichts, trotzdem sollten wir das Klima nicht  weiter reizen.  Begegnen wir dem was kommen wird mit Ruhe und Gelassenheit und freuen uns für jeden Augenblick des Genusses eines milden Tages.
Die Sommerpause, die Sommerpause, nichts ist langweiliger als in dem Bewusstsein dahin zu dämmern, dass andere sich in die Sommerpause verabschieden, während man selbst ohne Sommerpause auf der Couch liegen bleibt. Kein Traum von einer Liege am Meer, nur ein ödes Fernsehprogramm ohne Abwechslung, nur die zögerliche Aussicht mit einem guten Buch in die Träume eines Autors zu gleiten. Am Strand wäre dass bestimmt eine gute Option, aber diese alltägliche Couch verleitet, verleitet? Genau, verleitet, nein wozu ? Also, wenn ich jetzt mit dem Denken anfange, nein, nein, ich lasse mich zu nichts verleiten!

Freitag, 17. Juli 2015

Wochenendstress für Freizeitgeplagte



Wieder klopft ein Wochenende an die Tür, bittet um Einlass, wer kann sich da verweigern. Ich werde es aushalten, mit Amüsement versüßen. Mit der Tageskarte komme ich überall hin, das Fahrrad bleibt im Keller, Unwettergefahr. Als erstes schaue ich in den Kreuzberger Markthallen vorbei und kaufe griechische Produkte. Kann ich mir leisten, da für August eine Rückzahlung der geleisteten Heizkosten ansteht. In Saus und Braus werde ich zu schlagen mit einem guten Gewissen, 1. der Unterstützung der armen Griechen, 2. ich muss mich nicht dafür verschulden. Dann am Abend, ich hoffe ein Unwetter bleibt aus, nehme aber trotzdem einen Regenschirm mit, fahre ich zu einer musikalischen Lesung an den Wannsee, könnte aber auch zum Sommerfest im Schlosspark Theater vorbei schauen, bei freiem Eintritt sehr verlockend. Die Qual der Wahl bleibt mir nicht erspart, da entschließe ich mich unter die Leute zu gehen und dann dass, zu viele Angebote. Nicht das ich aus Frust vor dem Flachbildschirm einschlafe. Nein, das wird nicht passieren, dank der Tageskarte, denn zum Shopping fahre ich auf jeden Fall in die Markthallen. Während ich in den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Masse der Fahrgäste schwitze, versuche ich von der Freiheit in den Wolken zu träumen. Losgelöst aus der hitzigen Masse Menschen, schwebe ich in einem Ballon in kühlere Sphären hinauf, mein Picknick Korb gefüllt mit griechischen Delikatessen, im Ohr literarische Musikklänge in Abwechslung mit kleinen Theateraufführungen. Allein im Korb unter dem Ballon, schaukelt mich der Wind rhythmisch in den Schlaf.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Die Hummel ist keine Biene

Vor ein paar Tagen setzte sich eine Biene auf meine Schulter und starb. Neulich lagen auf dem Gehweg viele tote Bienen. Das Klima, die Hitze, die Milbe, die Giftstoffe setzen ihnen zu, so heißt  es. Ohne Bienen wird es keine Früchte, kein Gemüse geben. Nun soll eine resistente Züchtung aus Killerbienen die Rettung bringen. Die Wissenschaft vermag vieles, hat aber für viele Probleme keine Lösung parat, wobei manche  Lösungen in Depots verschwinden, weil die Wirtschaft über die Anwendung bestimmt, nach Maßgabe des zu erwartenden Gewinn. Die Förderung der Gesundheit hängt ebenfalls von ihrer wirtschaftlichen Ausbeutung ab, mehr oder weniger. Meine Laune hängt vom Fernsehprogramm ab. Griechenland in endlos Debatten auf vielen Kanälen. Sinn und Unsinn sind nicht mehr zu unterscheiden und dann schwirren diese unendlich vielen Milliarden im Raum, wecken die Lust auf mehr, aber das Konto bleibt hartnäckig bei seinem Stand. Der Glaube an den Gewinn von 34 Millionen im Eurojackpot bleibt auch nur eine Illusion. Aber die Hoffnung will sich nicht verabschieden, denn es gibt immer einen Gewinner und Jobs könnten in greifbarer Nähe sein, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre, aber diese Tausenden Milliarden die überall greifbar scheinen, wachsen auch nur aus Druckerpressen. Warum übersehen sie mich, nehmen mich nicht wahr, fliegen einfach nur im Fernseher vorbei. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Milliarden nur virtuell existieren. Das Leben ist hart, die Bienen sterben und ich bin nur eine gelangweilte Zuschauerin und dieses Griechenland Gequatsche geht mir so auf den Geist, denn nichts geschieht, außer Bla, Bla, Bla....

Dienstag, 7. Juli 2015

Blubb

Schreiben gibt der Langeweile einen Sinn. Schreiben gibt der Laune ein Ventil, egal ob sie gut oder schlechte daher kommt, aber gar keine Laune macht keinen Sinn. Der Nonsens schluckt in der Hitze des Tages allen Sinn im flirrenden Dunst, der hoffentlich am Abend verfliegen wird, wenn das Unwetter mit einem Knall die Langeweile aufschreckt und mit Gewitter, Sturm und Regen bewegt. Oh welch Erkenntnisse reiten wild durch den Raum, der gefüllt ist mit unendlichem Bla, Bla.. Merke schon, heute wird es nichts mit literarischen Ergüssen, alles nur purer Aktionismus, geboren aus der Langeweile, die im Schreiben einen Sinn sucht. Der Gedanke an ein kühles Bad im See, bleibt das was er zu sein scheint, ein träger Wunsch nach einer erfrischenden Veränderung, aber festgewachsen bleibt der Körper mit der Couch verbunden und wartet und wartet und wartet auf das Ende des Fernsehprogramm. 

Größere Buchstaben füllen die Fläche, suggerieren mehr Inhalt.

Montag, 6. Juli 2015

Katzenjammer



Es ist Montag, kein Caterday, aber das Bild passt zum heutigen Tag, denn die Katze will sich nicht entscheiden:  Ab in die Eisbox, links im Bild, oder hinauf zum Folterturm, noch will sie durch die offene Tür hinaus in die heiße Sommerfrische. Die Katze bleibt dazwischen. Der Blick schaut in eine imaginäre Ferne, die unerreichbar bleibt. Das Fell sträubt sich, drückt ein Unbehagen aus, das keinen Inhalt hat. Vielleicht hat sie einen fürchterlichen "Kater", nach dem Siegestaumel der letzten Nacht. Nun kommt die Ernüchterung, die keinen Namen hat, denn sie scheint so unbestimmt, so konfus wie der
letzte Tag. Leben bedeutet Veränderungen zu lassen, doch die Gewohnheit verlangt nach Bequemlichkeit. Gutes Essen, einen kuscheligen Schlafplatz, Streicheleinheiten, der Jagdtrieb hat sich längst verabschiedet, wozu sich der Anstrengung hingeben, wenn das Frauchen alles bereit hält. Übrig bleibt ein Wesen, dass unentschlossen dazwischen sitz, sich kaum bewegt.
Arme Katze, denkt der Betrachter voller Mitleid ohne genau den Sachverhalt zu kennen, denn es ist allein seine Fantasie, die die Situation zu deuten sucht.

Samstag, 4. Juli 2015

Wasserschuhe



Eine kühle Brise, eine kühle Brise, wo habe ich nur den Fächer versteckt? Bin viel zu schwach um nachzuschauen, die Nase läuft dem Schweiß davon. Wasserschuhe, ein Paar Wasserschuhe wären eine ideale Abkühlung. Nichts geschieht, nur der Flachbildschirm läuft und läuft mit der Nase um die Wette. Klagenfurt findet ohne mich statt, bin dessen nicht für würdig empfunden. Schaue nur sporadisch zu, kann nichts damit anfangen, alles so fern von der Couch meines Lebens. Bla, Bla, Bla, die Hitze lässt jegliche Kritik abprallen an dem was man Aufmerksamkeit nennt. Keine Kühlung insicht, keine Wasserschuhe, die durch Pfützen springen um dem Körper von unten Feuchtigkeit zu spenden. Dunkel der Raum, der sich  vergeblich vor der Hitze zu schützen versucht. Dunkel die Stimmung, die tapfer gegen den Schnupfen kämpft, den Druck im Kopf mit Tabletten vertreibt. Warum kommt die Erkältung in der Hitze des Sommers und nicht im feuchtkalten Winter? Versteh, es sind die Ozonwerte, die die Schleimhäute angreifen und dem Körper die Abwehrkräfte stehlen, da helfen auch keine Wasserschuhe. Durchhalten, durchhalten, durchhalten, durchhalten...........

Samstag, 13. Juni 2015

Shakespeare und Currywurst



Keine Ereignisse die der Erwähnung wert sind. Worüber schreiben? Ich lasse mich von den Worten treiben, irgendwie werden die Sätze diese Post füllen. Inhaltslose Sätze, fliegen durch die Buchstaben im Zweifinger System getippt. Wie werden gesellschaftliche Krisen zur Nichtigkeit herabgestuft?  Wiederholung, Wiederholung.... bis der Arzt kommt. Ob Dekarbonisierung, G7- Show oder der schwebende Grexit, von der Couch aus betrachtet sind diese Nachrichten fern der Realität des Alltäglichen, bewegen aber die emotionale Seite, bieten Stoff um das Gemüt in Wallung zu versetzen, versüßen den Alltag in seiner Eintönigkeit mit etwas Aufregung. Auf der Weltbühne spielen die Protagonisten ein Spiel für uns Zuschauer, wir applaudieren oder buhen sie aus. Die Regie agiert im Hintergrund, das Drehbuch verfassen die jeweiligen Interesensgruppen. Im alten Rom veranlasste der César Brot und Spiele um das Volk bei Laune zu halten. Heute gibt es zur Inszenierung Weißwurst mit Brezeln oder Currywurst. Die Aufregung weicht der Langeweile, das politische Geschehen schwebt wie ein Damoklesschwert über der Couch, so unwirklich bis ein Unwetter, das Gewitter den Flachbildschirm ausschaltet, der Sturm den Baum vorm Haus seinen Halt entreißt und das Regenwasser die Wohnung überflutet. Ach, diese Gedanken sind so einschläfernd wie die ewigen Wiederholungen der immer gleichen Spielfilme.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Ach, ich weiß ja auch nicht so recht


Am Mittwoch liegt das Wochenende hinter mir, am Mittwoch liegt das Wochenende vor mir. Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Eine Feststellung, die überall Gültigkeit hat, auch in Griechenland. Da sitze ich zu jeder Zeit, ausgenommen während der Nacht, vor dem Flachbildschirm,  zappe durch die Nachrichtenkanäle und sauge die Informationen auf, die man mir zur Verfügung stellt. Ab und an wechselt meine Aufmerksamkeit zum Internet hin. Was fange ich mit der Informationsflut an? Ich staune, schaue den Inszenierungen der sogenannten Mächtigen von Ferne zu. Manchmal denke ich an die 1980er Jahre zurück, eine Zeit in der es mir schien, dass auf Gleichberechtigung in der Gesellschaft mehr wert gelegt wurde. Eine Zeit zum Ende des kalten Krieges hin, an der Schwelle einer neuen, vermeintlich besseren Zukunft. Heute reden wir viel von der Zivilgesellschaft, von einer Wertegemeinschaft, einer Wohlfühlgesellschaft, die dem Elend der Welt trotzt und das schlechte Gewissen mit Zweifeln am Zustand dessen was zu sein scheint, einen verbalen Blutzoll zahlt. Übrig bleibt eine Ratlosigkeit, die Erkenntnis, der Zukunft keine Chance geben zu können. Die Erkenntnis in einem Paradoxem zu leben, in dem Gut und Böse nicht mehr zu unterscheiden sind. Ich möchte verstehen, begreifen, aber je mehr Informationen ich aufnehme, um so mehr werden mir die Grenzen meiner Möglichkeiten bewusst, Seufz, das war früher viel einfacher, jedenfalls aus der Erinnerung heraus. Die Konsequenzen unseres Handelns ob für oder wider einer Möglichkeit, schafft Veränderungen, die oftmals so nicht gewünscht waren. Die Veränderungen laufen der Wahrnehmung voraus und wir hecheln hinterher.





Dienstag, 2. Juni 2015

Entrosten




Entrosten, ein Wort aber keine Tat. Entrosten, ein Wort, nur ein Wort, wofür, warum? Schreiben für die Quote, jeden Tag eine Post. Worte aneinander reihen ohne Sinn können besondere, schöne Worte werden, wenn es denn der Schreiber will. Oh, wie zermarter ich das Hirn, suche einen Sinn, finde nichts, keine besonderen Worte. Verdammt wo ist die Rechtschreibprüfung hin? Will die falschen Worte nicht unterstreichen überlässt sie ohne Korrektur dem Satz ohne Sinn. Nur um der Quote Willen bleibt der Unsinn für jedermann stehen. Schwarz auf Weiß laufen die Buchstaben und bleiben als Worte stehen. Wie häßlich sie sind, so ohne Ausstrahlung, ohne Sinn.




Montag, 1. Juni 2015

Push The Button

Der erste Juni, der Sommer naht, zu merken an der ersten Sommerpause im ZDF. Das Wetter will noch nicht so recht mitspielen, aber Sommer wird Sommer sein so oder so. Montags liegt die Woche vor dem Wochenende, das zurückliegende verklebt die Erinnerung. Am Samstag hat die Lust mich nach Kreuzberg getrieben "Die lange Buchnacht in der Oranienstraße." Ein Ausflug in eine andere, eine bunte Welt. Die Straße bevölkert mit hupenden Hochzeitsfahrzeugen, die auf und ab durch Straßen fuhren um dann wieder die Kreuzungen blockierten und das staunende Publikum mit einem Hubkonzert unterhielten. Oranienstraße ist so lebendig, voller Überraschungen für diejenigen die aus anderen Bezirken zu Besuch kommen. Doch dann, oh Schreck, viel es mir wieder ein. Eine unumstößliche Tatsache, die  ich gerne immer wieder verdränge. Das Hören macht Probleme, die P H F Laute mag mein Gehör nicht mehr, Lesungen werden da kein Vergnügen sein. Die Straße staunend auf und ab gehend, das Hubkonzert im Ohr, die Straßencafés voll blieb nur der lange Spaziergang ins Kino am Potsdamer Platz. Abenteuer, Mystik, Science-Fiction sollte es sein, meine Wahl fiel auf "A World Beyond" Regie Brad Bird der Macher von "Ratatouille", Mad Max wäre auch eine Option gewesen. Ach hätte ich mich doch für Mad Max entschieden. Nun gut ein Disney Film bedeutet eine Fahrt durch Disney World. It's a small World, so beginnt der Einstieg ins Vergnügen, die Erinnerungen sind aktiviert. Die Fahrt beginnt im Boot durch die Welt der Puppen, ich bin mittendrin. George Clooney als Erfinder, Daniel Düsentrieb lässt grüßen. Drücke einen Button und du bist in der Zukunftstadt ähnlich wie bei den Jetsons. Die Achtziger Jahre lassen grüßen und Clooney scheint immer etwas unbeholfen rumzustehen, das Kopfwackeln hat er einigermaßen im Griff. Bin vom RatatouilleMacher enttäuscht, die Geschichte hätte spannender sein können, es fehlt der Spannungsbogen um die originellen Einfälle wirklich genießen zu können, stattdessen der Blick auf die Uhr. Gut, gut, die Aussage denke positiv und das Böse in der Welt lässt sich mit Kreativität bewältigen BlaBlaBla . Die Welt steht am Abgrund und schaut tatenlos ins Nichts. Mad Max Fury Roads schaue ich vielleicht beim nächsten Ausflug in die Welt da draußen an, vielleicht mit Hörgerät. Allerdings dann gehe ich lieber zu einer Lesung und lasse meiner Fantasie freien Lauf.
Das Bloggen fördert nicht unbedingt die Fantasie, obwohl es eine Tätigkeit ist, die aus der Langweile entsprungen die Zeit mit Gedanken füllt. Ja, es geht nur darum, denn es fehlt mir der Ansporn von vielen gelesen zu werden. Warum ich gerade jetzt darüber schreibe? Ein Zeitungsartikel über eine Bloggerin, mit großer Gefolgschaft wurde einem Shitsturm ausgesetzt, weil sie mit Worten provoziert. Die Provokation als Anreiz die Lust der Leser nach Schund zu befriedigen, Benutzt sie dann Reizwörter wird der Shitsturm losgetreten. Ein Spiel um der Langeweile zu entfliehen und mal so richtig abzukotzen, ein anderes Wort fällt mir dazu nicht ein. Geraten die Äußerungen dann weit unter die Gürtellinie, ja zu Bedrohungen, dann wird die Geschichte von anderen Medien aufgegriffen. So haben alle etwas davon, die Leserzahlen steigen, die Geschichte macht ihre Runde ohne das es wirklich um den Inhalt geht, der bleibt Bedeutungslos, allein die Worte der Aufregung zählen um der Frustration ein Ventil zu verschaffen. Je mehr Informationen um so weniger bleibt inhaltlich beim Leser haften. Wir leben in einer überinformierten Zeit, in der der einzelne seine Hilflosigkeit hinaus schreit mit Wörtern Hemmungsloser Wut, die keine Konsequenzen hat.

Dienstag, 12. Mai 2015

Nicht unter 90 Millionen Euro




Es ist die Investition von 3,50 € wert um für eine kurze Zeit von 90 Millionen Euro zu träumen,  genau genommen wird der billige Spaß fünf Tage anhalten. Die Gewissheit über den Gewinn verfügenen zu können endet dann, wenn die Ziehung der Zahlen nicht mit meinem Tipp übereinstimmen wird. Unter 90 Millionen spiele ich nicht. Der Mann in der Lottoannahmestelle  verstand es nicht, klärte mich auf, wird der Jackpot nicht geknackt bleibt das Limit bei 90 Millionen Euro und die unteren Gewinnklassen werden aufgestockt, das bedeutet für die nächste Gewinnklasse 20 Millionen. Gut, das geht noch gerade so "Eine Million sind doch auch ein schöner Gewinn." Sagte der Mann. Nein, das lohnt nicht, es gehört zu meinen Prinzipien nicht unter 60 Millionen Euro zu spielen. Bei den heutigen Preisen träumt es sich schlecht von nur einer Millionen, aber 90 Millionen sind eine Herausforderung. Wie verteilt man das Geld, vielleicht eine Stiftung ins Leben rufen? Ach, der Stress beim Träumen, diese unnützen Gedanken über das Wie sind eine herrliche Abwechslung zum tristen Alltag. Mit wenig Geld auskommen kann jeder, aber zuviel Geld ausgeben, das ist eine Kunst.

Sonntag, 10. Mai 2015

Kurzgeschichte zum Muttertag


"Wie wäre es mit einem Neuanfang", sagte meine Tochter und legte ihr altes Ipad auf den Tisch. "Heute gehört es zum Leben dazu, sich den technischen und gesellschaftlichen Herausforderungen anzupassen." "Aha", sagte ich und im nächsten Augenblick aktivierte sie das Tablet und richtete auf meinem Namen eine Facebook Seite ein. "Gemeinsam allein zu sein verbindet die Menschen im 21. Jahrhundert". Das war ein Argument dem ich nicht wiedersprechen konnte. "Heutzutage", sagte sie, "macht man ein Selfie, das ist ein guter Einstieg für dein Profilbild." Nach einer kurzen Einführung: "Die Bedienung ist super einfach, Mama", verabschiedete sich Greta und voller Tatendrang entstand das erste Selfie. Das Ergebnis war niederschmetternd, hatte keinerlei Ähnlichkeit, eine fremde Frau mit einem Blick, der verstört eine Richtung suchte und nicht fand. Wenn Frustration in Hilflosigkeit mündet, gibt mir ein Ort Sicherheit, das ist die Küche. Am Küchentisch sitzend, Karls Wärme spürend, sein Brummen hörend, war das Denken weniger verkrampft. Wie sollte mein Profilbild aussehen, welche Themen posten, die einer Öffentlichkeit von Wert sein könnten. Eine Idee huschte an meinem geistigen Auge vorbei und mein Blick fiel auf Karl. Warum nicht über meine Beziehung zu Karl schreiben, posten. Also machte ich ein Selfie mit Karl und siehe da, mein Blick hatte eine Richtung und ein kleines Lächeln hob die Mundfalten in die Höhe. Während des Hochladen, das Ipad brauchte eine Weile, geschah es. Ein Geruch nach verschmortem Gummi lenkte meinen Blick wieder auf Karl. Sollte sein Ende gekommen sein? Eine Vorahnung, die ich zu gerne immer wieder verdrängte. Das vier Sterne Tiefkühlfach produzierte schon seit einigen Jahren viel Eis. Eine dicke Schicht ummantelte das Fach, dessen Tür sich nicht mehr schließen ließ. Als Karl vor einigen Tagen anfing zu weinen und Tropfen für Tropfen sein Inneres füllte, interpretierte ich dies als seinen Beitrag um an das Schmelzen der Pole zu ermahnen. Nun lief ein Rinnsal vom Kühlschrank in meine Richtung. Stumm, das Ipad im Anschlag, fotografierte ich Karls Innenleben, schloss die Tür und nahm sein Äußeres auf, dann harrte ich dessen was kommen wollte. Der Geruch wurde intensiver, eine Schmauchspur entwich aus Karls Herz und mit einem Knall sprang die Sicherung im Flur heraus. Selbst im Todeskampf dachte Karl noch an mein Wohlbefinden und unterließ es einen Schwelbrand zu verursachen.
Dort wo Karl stand, steht jetzt der Neue. Tripple A prangt an seiner Tür, die so kalt und unpersönlich in einem leicht grauem Weiß meine Augen blendet. Die Hand traute sich kaum die Tür zu öffnen. Nach einer Weile des Zögerns und Wartens auf ein Zeichen, das aber nicht eintraf, was nicht verwunderte, denn auf der Tür, unterhalb des Tripple A, informiert ein 32 Dezibel über den zu erwartenden Geräuschpegel. Mein Gefühl will nicht warm werden mit dem Neuen, ich wende einen Trick an und suche nach einen Namen, der eine Vertrautheit verspricht, aber nur "Karotron" bleibt im Gedächtnis haften. Der Name bringt keine Annäherung, denn er lässt ihn kalt. Ein energieeffizienter, leiser Kühlschrank hat es nicht nötig mit seinem Benutzer zu kommunizieren, vielleicht versteht er nur Chinesisch. Egal weshalb er nicht spricht, ich habe sein Schweigen zu akzeptieren, schließlich gehört er nicht zur Klasse der Hightech - Geräte, die via Internet den Verbrauch der Lebensmittel ans Handy senden. Trotzdem, ein Kühlschrank hat andere Möglichkeiten um mit seinem Benutzer zu 
kommunizieren. Karl war darin ein Meister seiner Klasse. Die Männer, die Karotron in meine Küche 
trugen, nahmen Karl wie verabredet mit. "Wo bringen sie ihn hin?" "Wird entsorgt." Der kleinere 
Mann von der Firma, die den Neuen an Karls Stelle schoben, ergänzte die knappe Antwort seines 
Kollegen "Junge Frau, machen sie sich mal keine Sorgen, der wird hier nicht die Umwelt verseuchen. 
Solche Geräte werden in großen Containern nach Afrika verschifft." Ich schaute den kleinen Mann 
intensiv an, sein Gesicht hatte große Ähnlichkeit mit einem Beagle. "Alter Mann wollen sie mich 
verarschen. Ich bin mindestens zehn Jahre älter als sie." Sein Gesichtsausdruck wechselte hin zu einer 
Bulldocke, rot anlaufend: "Tschuldigung, müssen ja nicht gleich so ausfallend werden, wollte doch 
nur nett sein." Mein nächster Gedanke spielte mit der Möglichkeit Karl nicht seinem Schicksal zu 
überlassen, darauf protestierte der Verstand und verwarf aus Platzgründen dieses Ansinnen. So sah 
ich tatenlos zu wie die Männer Karl aus der Wohnung trugen, ein Spur hinter sich lassend, denn Karl
blutete aus während er brutal auf den Lastwagen gehievt wurde, Endstation Afrika. Die größte Müllhalde für Elektroschrott liegt in Westafrika, in der Hauptstadt von Ghana. "Toxic City" wird der Stadtteil genannt, einer der giftigsten Orte der Welt. Brennende Elektrogeräte, Kühlschränke, Fernseher, Computer, vielleicht auch Ipads?. All die Menschen die dort arbeiten, die über kurz oder lang dem Tod geweiht sind, werden auf Karl einschlagen, zerhacken ihn in seine Einzelteile, verbrennen seine Reste. Oh Gott, Karl, es tut mir so leid, eine saubere Entsorgung wird dir nicht vergönnt sein. Erinnerst du dich an unsere erste Begegnung, an den Beginn unserer wunderbaren 
Freundschaft, die im Elektroladen um die Ecke begann. Dort sah ich dich, dein Name lag mir sofort 
auf der Zunge. "Gute deutsche Wertarbeit", sagte der Geschäftsinhaber. Herr Schmidt und sein Sohn 
trugen dich in die Küche und bei einem gemütlichen Plausch am Küchentisch besiegelten wir das Geschäft mit einem Schnäpschen. Schmidt & Sohn existieren schon lange nicht mehr, nach einer Videothek bevölkern heute kleine Kids den zum Kindergarten umgebauten Laden.
Es kostet viel Überwindung Karotrons Tür zu öffnen. Die Ausstattung prahlt im grellen Scheinwerferlicht mit einer strahlenden Leere, die jegliche Art der Lagerung von Lebensmittel verbietet. Auf dem Küchentisch stehen all die leckeren Sachen die nach Kühlung schreien. Ich kann nicht, unmöglich, wie fordernd sie mich auch anschauen, ich verwehre ihnen den Zugang zum Neuen, dem Karotron., das bin ich Karl schuldig.
Das Leben verlangt nach Veränderungen, neue Kühlschränke läuten eine FCKW freie Zeit ein. Der Verstand darf sich nicht dagegen stemmen muss loslassen können, muss die gute alte Zeit endlich der Vergangenheit überlassen. Ach, wie vermisse ich Karls wohliges Brummen, wenn er randvoll gefüllt war. Leerte sich der Inhalt dann klingelte er sanft. Begannen die Lebensmittel zu altern, dann versuchte er durch ein lautes Poltern, ähnlich einem Hopser, die Kühlung zu steuern. Karl liebte die Lebensmittel so sehr, dass er sie für immer halten wollte. Das Licht der Lampe erlosch eines Tages, selbst eine neue Glühlampe konnte die dämmerige Helligkeit nicht zurückbringen. Karl alterte mit 
den Dingen, die in der Dunkelheit seiner Etagen lagen. Und dann, sein unverwechselbarer Geruch, der entfernt an Mottenpulver erinnerte. Nun wird er in Toxic City drangsaliert, zerstückelt, verbrannt. Schluss mit dem Trübsal, das Zauberwort heißt Neuanfang. Ein Wort, das im Trend liegt, überall spricht man vom Neuanfang, selbst in der Politik ist es ein sehr beliebtes Wort, der Neuanfang.
Wo kaufe ich einen neuen Kühlschrank ? "Heute ist der Neukauf eines Gerätes kein Problem mehr", sagte meine Tochter, "das Internet macht es möglich, einfach bequem von zuhause bestellen und alles geht seinen Gang". Dem wollte ich nicht widersprechen, aber die Bestellung kostete Überwindung, denn die Vorstellungskraft haderte mit zweidimensional Abbildungen, die keine persönliche Beziehung zum Gerät aufkommen lassen. Das gute Gefühl, den richtigen zu finden, stellte sich nicht ein, verstehe auch die unzähligen Partnerbörsen nicht, die im Netz um Kundschaft buhlen, zweidimensionale Männer signalisieren nur eine eindimensionale Identität.
Karl war gestern, heute will der stumme Karotron mit all den herrlich, leckeren Dingen gefüllt werden. Karotrons Verfallsdatum wird eher kommen als mir lieb sein wird, das ist sicher, gilt für alle technischen Geräte, aber das Internet wird, mindestens bis zu meinem Ende, nicht so schnell das Zeitliche segnen.



Donnerstag, 30. April 2015

Hexennacht

In der Nacht zum ersten Mai versammeln sich die Hexen auf dem Blocksberg und ich bin nicht dabei. Tanz in den Mai, ach wäre das SCHÖN. Nichts von dem werde ich tun, nichts, weil ich vom Wetterbericht abhängig bin. Nun sitze ich auf der Couch, schau aufs Tablett den Wetterbericht an. Eine Regenfront droht, streife einen flüchtigen Blick durchs Fenster, wo mich die Sonnenstrahlen blenden. Verflucht, warum kann ich nicht zaubern. Bin nur eine Frau ohne die Aura einer Hexe, schade. Regen oder kein Regen, wo liegt die Wahrheit? Wetterbericht oder Blick in die Freiheit. Die Entscheidung trifft der InnereSchweinehund. Frau bleibt liegen und schmachtet dem Flachbildschirm an. Die Bequemlichkeit siegt über die Kontrolle der Entscheidung. Die Erkenntnis tut gar nicht weh, Langeweile lässt sich mit viel Süßem, Chips und kleinen Schnittchen genießen. Verstehe die Frauen nicht, die sich jeglichen Genuss am Essen entziehen um die Kontrolle über den schlanken Körper zu haben. Was teilen Sie der Öffentlichkeit dadurch mit? Durchsetzungsfähigkeit? Nein, eher die einzige Möglichkeit etwas zu beherrschen, den eigenen Körper, hoffentlich sind sie dadurch keine Spaßbremsen. Eh, was geht mich das an, nichts. Aber das schlechte Gewissen, so faul auf der Couch zu liegen und sich der völligen Untätigkeit des Körpers hinzugeben und diese dann mit viel Esssen zu kompensieren, dass ist auch keine gesunde Alternative. Fazit: so hat ein jeder seine kleinen, großen Probleme. P.S. Dies gilt nur für uns gesättigten Menschen. Oh, da kommt mir ein Gedanke: vielleicht wollen diese dürren Frauen durch Essensentzug  spüren, wie sich der Hunger in der Welt anfühlt.

Montag, 27. April 2015

Bla, Bla, Bla Gedanken zu Ostern



Ostern, warum die Kälte, der Regen, die Sonne, etwas Wärme? Nun, wir haben April und nach altem Glauben macht er was er will. Der Klimawandel wird trotzdem nicht aufzuhalten sein, eine unumstößliche Tatsache, sowie das Osterfest jährlich von vielen gefeiert wird, egal ob aus religiöser oder aus liebgewordener Tradition. Erkältung bleibt bei diesen Wetterkapriolen nicht aus, obwohl, ich glaube dies geschieht unabhängig vom Wetter, Viren und Bakterien lieben es sich ungeniert zu verbreiten. Sie nutzen jegliche Möglichkeiten um zuzuschlagen, besonders sind Kitas und Schulen ideale Orte der Vermehrung. Im Krankenhaus haben sich weit aus gefährlichere Keime breit gemacht. Das Leben ist so gefährlich wie eh und je, trotz der vielen technischen Fortschritte. Alles wie gehabt, wir sind empört, verwundert, eigentlich sollte es heute weniger gefährlich für die Zivilisation sein, weniger Hunger, weniger Kriege, weniger Krankheiten und und und. Pustekuchen, die Geißeln der Menschheit gehen mit der Zeit. Was sagen die Statistiken dazu? Überbevölkerung durch bessere Lebensbedingungen oder schafft die Natur mittels Anpassung der Gefahren einen Ausgleich? Möglich wäre es, aber was wird sein, wenn der Mensch die Natur durch vermeintliche Beherrschung unwiederbringlich zerstört?
Ach, Ostern und noch keine Schokohasen und Schokoeier besorgt, geschweige denn einen Kuchen gebacken. Warum backen, wenn es doch Tiefkühltorten gibt. Also auf, auf und eine Entscheidung treffen, egal ob Schnupfen, ob Bakterien und Viren, wo auch immer, können auch im Süßen oder im Fleisch sein, oh je in Hühnereiern.
Fröhliche Ostern

Samstag, 7. März 2015

Im Banne der Zeitlupe



Tage fliegen dahin wie Ereignisse geschehen und verschwinden. Kommen und Gehen passieren in hoher Geschwindigkeit und nur die Wahrnehmung mag sie verlangsamen, in Zeitlupe konservieren.
Die Trauer um sinnloses Sterben berührt auch diejenigen, die nicht betroffen sind, wohlwissend, dass niemand davor gefeit ist. Da hilft keine Wut, schon garnicht Hass, aber was dann? Nichts! Wo großes Unrecht geschieht können wir zusammen stehen, uns gegenseitig helfen und friedlich protestieren ohne uns von Demagogen Einvernehmen zu lassen. Sätze, Worte sind vielfältig interpretierbar und diejenigen die von Engstirnigkeit und Dumpfheit zu Hass und Ausgrenzung aufrufen, sind Meister im verdrehen von Inhalten. Ihre Argumentation trotzt nur so von verschrobensten Wahrheiten, dass die Dummheit schmerzt und fassungslos macht, weil man im naiven Glauben vom gesunden Menschenverstand ausgeht.

Freitag, 30. Januar 2015

Solala, Gedanken zur Nacht


Wenn Gedanken Überhang nehmen, dann ist es gut sie aufzuschreiben. Veröffentlichen, egal ob es gelesen wird oder nicht.. Also, ich hätte kein Interesse fremde Gedanken zu lesen, viel zu langweilig. Einbildung fördert das Selbstbewusstsein - ich veröffentliche, also bin ich wer - , Einbildung sollte nicht mit Bildung verwechselt werden. Obwohl auch Bildung leider kein Schutz vor einem intoleranten Gedankengut bietet. Ein Gedankengut, das mehr und mehr, so scheint es mir "Salonfähig" wird. Bildung hat nur eine Chance, wenn sie als Werkzeug angewendet wird. Ein Werkzeug um mittels eines umfangreichen Wissens die Probleme der Neuzeit zu lösen. Bildung, die zur Aufzählung von Wissen gespeichert wird, kann im dumpfen Gedankengut versickern. Der größte Feind der Bildung ist der Verstand, wenn er seine Interessen über die Vernunft stellt. 
Oh, es scheint mir nicht gut zu gehen. Richtig, sehe die Leichenberge der KZ Opfer vor meinem Inneren Auge, habe gerade "Night will Fall" im Fernsehen konsumiert. Kein Horrorfilm, kein Splatterfilm kann mit diesen Bildern konkurrieren, sie tragen die Wahrheit der unmenschlichen Seite eines Regimes, einer ach so normalen Bevölkerung, die sich auf ihre Bildung berufen hat. Das war vor, vorgestern und wir haben heute unsere dunkle Seite der Menschlichkeit im Griff. Hoffentlich wird es auch morgen noch gelten? Ja, ich bin zuversichtlich, verdammt nochmal, ja. 
Zertreten wir die Hybriden Wahrheiten und wühlen uns aus dem entstehenden Sumpf durch die vielen Wahrheiten der unterschiedlichen Interessen. Dass könnte mit Bildung und dem "gesunden Menschenverstand" funktionieren. He, wo hat sich mein Humor hin verkrümelt. Komm sofort zurück, sonst gibt es Ärger.


Mittwoch, 28. Januar 2015

Arbeit lenkt von der Nachrichtenflut der Hiobsbotschaften ab



Kreative Beschäftigung, Arbeit genannt, hat den Vorteil, dass die Nachrichtenflut, die Hiobsbotschaften, in den Hintergrund geraten. Den Verstand freut es, hat er nun nicht mehr die Aufgabe die in Unruhe gefallenen Gefühlsregungen zu steuern. Der Verstand protzt vor Stolz, hat er doch auch den InnerenSchweinehund in die hintersten Gehirnwindungen verbannt. Nun, es ist ihm wohl bewusst, dass jederzeit kleine BabySchweinhunde geboren werden und sich ihren Weg ins Bewusstsein bahnen werden. Momentan kämpft die Kreativität mit dem Ausdruck, der Form von Moby Dick, das lenkt von der Gefahr der BabySchweinhunde ab, denn jedem Anfang wohnt ein Kraftakt inne. Allerdings, lauert die Gefahr in Form einer verlockenden Couch vor dem Flachbildschirm, neben dem Arbeitstisch. Es geht voran, die Zuversicht meldet Erfolge, Arbeit, Arbeit, Arbeit...

Montag, 12. Januar 2015

Gewaltfreies Handeln im Dienste der Rechtsstaatlichen Ordnung


Vor zwei Jahrzehnten las ich ein Buch über New York und seine absurde, brutale Kriminalität. Habe den Titel des Buches vergessen, aber der surreal anmutende Inhalt  über Bandenkriege und unvorstellbarer Gewalt gegen jeden der gerade greifbar war, hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt, ähnlich dem was in Südamerikanischen Städten an sinnloser Gewalt ausgeübt wird. Bandenrituale einer vermeintlich selbstgeschaften Ordnung, die sich der Brutalität verschrieben hat. Die Übergriffe
 - insbesondere auf jüdische Mitbürger - aus Frankreich, erinnern an die gleichen Gesetzmäßigkeiten der Brutalität, die auf dem Kontinent Amerika zum Alltag gehören. Wir nähern uns immer mehr den Problemen aus der 3.Welt an, sie ist global vertreten. In New York räumte ein Bürgermeister auf und drängte die ausufernde Gewalt durch größere und konsequentere Polizeieinsätze zurück, in Süd und Mittelamerika zieht der Schrecken der Gewalt durch alle Gesellschaftsschichten, durchdringt  Politik und Staat. Europa darf die Augen nicht verschließen, doch Gewalt läßt sich nicht durch größere Gewalt bekämpfen, sondern nur durch rechtsstaatliche Aktionen. Aus Sparmaßnahmen die Polizeipräsenz zu dezimieren, erhöht die Gefahr ausufernder Kriminalität und die Korruption der Staatsdiener. Wir Europäer sind aufgerufen nach Lösungen zu suchen und gemeinsam zu handeln.

Gewalt bleibt ein krimineller Akt, ob er nun aus purer Lust an krimineller Energie geschieht, Kapitalverbrechen, politisch motiviert, sprich rassistisch,  antisemitisch oder aus welch auch immer Gründen ausgeführt wurde. Gewalt bleibt immer eine Kriminelle Tat, ob nun aus Hass auf die Gesellschaft oder aus Hass gegenüber anderen Religionen. Der Unterschied liegt nur in den Beweggründen nicht aber in den Taten selbst, sie bleiben dass was sie sind brutale Lust an Zerstörung.


Montag, 5. Januar 2015

Sein oder Nichtsein


Ein Riss geht durch die Gesellschaft, wird behauptet. Pegida und Nichtpegida, so ein Quatsch. Die Gestrigen sind nicht erst seit heute da, lediglich trauen sich die Stammtischmeinungen an die Öffentlichkeit zu treten. Der radikale Islam gibt ihnen die Rechtfertigung und Putins Art der Argumentation der Rechtfertigung, macht Mut zu öffentlichen Äußerungen. Die Wahrheit ist ein gummiartiger Brei, der sich nicht an Fakten hält. Endlich traut sich jeder sein legitimes Recht auf Meinungsfreiheit auszuüben, leider kommt es dabei nicht mehr auf richtig oder falsch an, sondern auf Behauptungen. Die Komplexität wird ausgehebelt mit simplen Rechtfertigungen die zur Wahrheit erkoren werden. Endlich kann das Unfassbare in eigens konstruierten Wahrheiten umgewandelt werden. So wie der radikale Islam die komplexe, nicht mehr fassbare Welt in eine simple Form des Verständnisses der Beherrschung durch brutale Regeln aus dem Mittelalter kontrollieren will,  suchen viele Bürger Halt in der Rückbesinnung auf eine vermeintlichen Romantik vom Deutschen Kulturgut, dass es so nie gegeben hat. Die trügerische Erinnerung an eine vermeintliche bessere Zeit ist einfacher zu ertragen als Lösungen für die Probleme der Gegenwart zu erarbeiten. Die Zivilgesellschaft gibt Hoffnung, sie hätte das Potential dazu.
Ach, was schreibe ich da, mir gehen soviele Gedanken durch den Kopf, sie lassen sich nur schwer in Worte fassen. Der Text gibt nicht das wieder, was ich denke, was ich schreiben möchte, alles so naiv, so Blabla. Die Komplexität lässt sich nicht in wenige Sätze pressen, genausowenig wie eine Beschreibung dessen was ist und was sein wird. Eine Annäherung auf meine Art des Verständnisses bedarf einer differenzierten Beschreibung oder besser gesagt: Ich habe keine Ahnung von dem was ist und was sein wird. Das Zauberwort könnte heißen Gemeinsam in der Vielfalt der Möglichkeiten.
So ein Quatsch, na und, bin auch nicht anders als die anderen. Ein Trost oder ein Schrecken?