Montag, 5. Januar 2015

Sein oder Nichtsein


Ein Riss geht durch die Gesellschaft, wird behauptet. Pegida und Nichtpegida, so ein Quatsch. Die Gestrigen sind nicht erst seit heute da, lediglich trauen sich die Stammtischmeinungen an die Öffentlichkeit zu treten. Der radikale Islam gibt ihnen die Rechtfertigung und Putins Art der Argumentation der Rechtfertigung, macht Mut zu öffentlichen Äußerungen. Die Wahrheit ist ein gummiartiger Brei, der sich nicht an Fakten hält. Endlich traut sich jeder sein legitimes Recht auf Meinungsfreiheit auszuüben, leider kommt es dabei nicht mehr auf richtig oder falsch an, sondern auf Behauptungen. Die Komplexität wird ausgehebelt mit simplen Rechtfertigungen die zur Wahrheit erkoren werden. Endlich kann das Unfassbare in eigens konstruierten Wahrheiten umgewandelt werden. So wie der radikale Islam die komplexe, nicht mehr fassbare Welt in eine simple Form des Verständnisses der Beherrschung durch brutale Regeln aus dem Mittelalter kontrollieren will,  suchen viele Bürger Halt in der Rückbesinnung auf eine vermeintlichen Romantik vom Deutschen Kulturgut, dass es so nie gegeben hat. Die trügerische Erinnerung an eine vermeintliche bessere Zeit ist einfacher zu ertragen als Lösungen für die Probleme der Gegenwart zu erarbeiten. Die Zivilgesellschaft gibt Hoffnung, sie hätte das Potential dazu.
Ach, was schreibe ich da, mir gehen soviele Gedanken durch den Kopf, sie lassen sich nur schwer in Worte fassen. Der Text gibt nicht das wieder, was ich denke, was ich schreiben möchte, alles so naiv, so Blabla. Die Komplexität lässt sich nicht in wenige Sätze pressen, genausowenig wie eine Beschreibung dessen was ist und was sein wird. Eine Annäherung auf meine Art des Verständnisses bedarf einer differenzierten Beschreibung oder besser gesagt: Ich habe keine Ahnung von dem was ist und was sein wird. Das Zauberwort könnte heißen Gemeinsam in der Vielfalt der Möglichkeiten.
So ein Quatsch, na und, bin auch nicht anders als die anderen. Ein Trost oder ein Schrecken?

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