Winterzeit, dunkle Zeit, die mit Kerzenschein Gemütlichkeit suggeriert. Auf der Couch liegt es sich gleich, außer, dass die Rollläden früher herabgelassen werden, denn durch das Licht gerät das Innere zur öffentlichen Präsentation. Eine ungemütliche Einbildung, die im Grunde nur nach Aufmerksamkeit lautlos schreit. Welcher Spanner schaut schon auf eine, in eine Wolldecke ( Acryl ) Liegende, deren Blick nur auf den Flachbildschirm starrt. Da sogenannte Psychopathen nicht auszuschließen sind, und um dem Für und Wider einer Einbildung zu entgehen, geben herabgelassene Rollläden die Sicherheit von Intimität. Kerzenschein beleuchtet voller Heimeligkeit das Zimmer, es stinkt leicht nach Paraffine, aber es stört den Fernsehkonsum in keiner Weise, schenkt es doch eine Art von Gemütlichkeit, die sich nur in der dunklen Jahreszeit einstellt. Die Vorstufe der heimeligen Weihnachtszeit, des unzähligen Strümpfe stricken (die Familie erwartet es oder tut jedenfalls so) und der Stress des Keksebackens. Alle Jahre wieder und wieder die ewig gleiche Abwechslung, genau wie das Fernsehprogramm. Der Mensch, ein Gewohnheitstier, mag die Regelmäßigkeit der Wiederholung. Das Nachrichtenprogramm, ob TV, Radio oder Printmedien bedienen die Stimulation der Aufregung in Form wechselnder Nachrichten, die ein Thema bis zum geht nicht mehr aufbereiten, bis es den Grad der Wiederholung in Langeweile mündet läßt, um das Gemüt des Konsumenten nicht zu überfordern. Während dessen bereist die Kanzlerin, getrieben von einem globalen Präsentseins, die Welt und suggeriert geschäftig politische Kompetenz. Was treibt mich an, außer dem schlechten Gewissen, die Graphic Novel Moby Dick zu vollenden,
NICHTS. SEUFZ, SCHNIEF.

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