Dienstag, 27. Oktober 2015

Der Herbst vor dem Winter

Eigentlich, die 101. Post sollte wie ein Neuanfang sein. Ein Begriff, der besonders gerne in der Politik angewandt wurde. Die Betonung liegt auf wurde, denn er findet keine Aufmerksamkeit mehr. Heute prägen Durchhalteparolen wie: "Das schaffen wir." die alternativlose Aufmerksamkeit der Politik. Wir sind 80 Millionen, da werden wir doch die Flut der Flüchtlinge integrieren können. Ja, wir sind viele und haben den Anspruch Schutzsuchende mit gewohntem Organisations Talent Menschenwürdig unterzubringen. Die Kommunen stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen, der Wohnungsbau wird in kurzer Zeit keinen neuen Wohnraum schaffen. Die Humanitäre Hilfe mitten in unserer Gesellschaft  stößt an Grenzen ihrer Möglichkeiten, will sie ihren Ansprüchen genügen. Wir schaffen vieles aber nicht alles. Eine Tatsache, die hilflos macht Angesichts des nicht enden wollenden Strom an Menschen. Hilflosigkeit gibt keine Antwort auf die Fragen der unmittelbaren Zukunft, das Zauberwort lautet "Gemeinsam" den Herausforderungen des 21. Jahrhundert begegnen. Klingt positiv, sehr naiv und lässt erahnen, dass auch die Gemeinsamkeit ihre Grenzen hat, andererseits hilft vielleicht der Werbespruch: Nichts ist unmöglich. 80 Millionen loten die Grenzen des Machbaren aus und treffen Entscheidungen für oder gegen den Anspruch einer Wertegemeinschaft, die nur eine ideale Beschreibung eines nicht vorhandenen Zustandes ist. Humanität, ein Begriff der Handlungen voraussetzt.

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