Samstag, 13. Juni 2015
Shakespeare und Currywurst
Mittwoch, 10. Juni 2015
Ach, ich weiß ja auch nicht so recht
Am Mittwoch liegt das Wochenende hinter mir, am Mittwoch liegt das Wochenende vor mir. Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Eine Feststellung, die überall Gültigkeit hat, auch in Griechenland. Da sitze ich zu jeder Zeit, ausgenommen während der Nacht, vor dem Flachbildschirm, zappe durch die Nachrichtenkanäle und sauge die Informationen auf, die man mir zur Verfügung stellt. Ab und an wechselt meine Aufmerksamkeit zum Internet hin. Was fange ich mit der Informationsflut an? Ich staune, schaue den Inszenierungen der sogenannten Mächtigen von Ferne zu. Manchmal denke ich an die 1980er Jahre zurück, eine Zeit in der es mir schien, dass auf Gleichberechtigung in der Gesellschaft mehr wert gelegt wurde. Eine Zeit zum Ende des kalten Krieges hin, an der Schwelle einer neuen, vermeintlich besseren Zukunft. Heute reden wir viel von der Zivilgesellschaft, von einer Wertegemeinschaft, einer Wohlfühlgesellschaft, die dem Elend der Welt trotzt und das schlechte Gewissen mit Zweifeln am Zustand dessen was zu sein scheint, einen verbalen Blutzoll zahlt. Übrig bleibt eine Ratlosigkeit, die Erkenntnis, der Zukunft keine Chance geben zu können. Die Erkenntnis in einem Paradoxem zu leben, in dem Gut und Böse nicht mehr zu unterscheiden sind. Ich möchte verstehen, begreifen, aber je mehr Informationen ich aufnehme, um so mehr werden mir die Grenzen meiner Möglichkeiten bewusst, Seufz, das war früher viel einfacher, jedenfalls aus der Erinnerung heraus. Die Konsequenzen unseres Handelns ob für oder wider einer Möglichkeit, schafft Veränderungen, die oftmals so nicht gewünscht waren. Die Veränderungen laufen der Wahrnehmung voraus und wir hecheln hinterher.
Dienstag, 2. Juni 2015
Entrosten
Entrosten, ein Wort aber keine Tat. Entrosten, ein Wort, nur ein Wort, wofür, warum? Schreiben für die Quote, jeden Tag eine Post. Worte aneinander reihen ohne Sinn können besondere, schöne Worte werden, wenn es denn der Schreiber will. Oh, wie zermarter ich das Hirn, suche einen Sinn, finde nichts, keine besonderen Worte. Verdammt wo ist die Rechtschreibprüfung hin? Will die falschen Worte nicht unterstreichen überlässt sie ohne Korrektur dem Satz ohne Sinn. Nur um der Quote Willen bleibt der Unsinn für jedermann stehen. Schwarz auf Weiß laufen die Buchstaben und bleiben als Worte stehen. Wie häßlich sie sind, so ohne Ausstrahlung, ohne Sinn.
Montag, 1. Juni 2015
Push The Button
Der erste Juni, der Sommer naht, zu merken an der ersten Sommerpause im ZDF. Das Wetter will noch nicht so recht mitspielen, aber Sommer wird Sommer sein so oder so. Montags liegt die Woche vor dem Wochenende, das zurückliegende verklebt die Erinnerung. Am Samstag hat die Lust mich nach Kreuzberg getrieben "Die lange Buchnacht in der Oranienstraße." Ein Ausflug in eine andere, eine bunte Welt. Die Straße bevölkert mit hupenden Hochzeitsfahrzeugen, die auf und ab durch Straßen fuhren um dann wieder die Kreuzungen blockierten und das staunende Publikum mit einem Hubkonzert unterhielten. Oranienstraße ist so lebendig, voller Überraschungen für diejenigen die aus anderen Bezirken zu Besuch kommen. Doch dann, oh Schreck, viel es mir wieder ein. Eine unumstößliche Tatsache, die ich gerne immer wieder verdränge. Das Hören macht Probleme, die P H F Laute mag mein Gehör nicht mehr, Lesungen werden da kein Vergnügen sein. Die Straße staunend auf und ab gehend, das Hubkonzert im Ohr, die Straßencafés voll blieb nur der lange Spaziergang ins Kino am Potsdamer Platz. Abenteuer, Mystik, Science-Fiction sollte es sein, meine Wahl fiel auf "A World Beyond" Regie Brad Bird der Macher von "Ratatouille", Mad Max wäre auch eine Option gewesen. Ach hätte ich mich doch für Mad Max entschieden. Nun gut ein Disney Film bedeutet eine Fahrt durch Disney World. It's a small World, so beginnt der Einstieg ins Vergnügen, die Erinnerungen sind aktiviert. Die Fahrt beginnt im Boot durch die Welt der Puppen, ich bin mittendrin. George Clooney als Erfinder, Daniel Düsentrieb lässt grüßen. Drücke einen Button und du bist in der Zukunftstadt ähnlich wie bei den Jetsons. Die Achtziger Jahre lassen grüßen und Clooney scheint immer etwas unbeholfen rumzustehen, das Kopfwackeln hat er einigermaßen im Griff. Bin vom RatatouilleMacher enttäuscht, die Geschichte hätte spannender sein können, es fehlt der Spannungsbogen um die originellen Einfälle wirklich genießen zu können, stattdessen der Blick auf die Uhr. Gut, gut, die Aussage denke positiv und das Böse in der Welt lässt sich mit Kreativität bewältigen BlaBlaBla . Die Welt steht am Abgrund und schaut tatenlos ins Nichts. Mad Max Fury Roads schaue ich vielleicht beim nächsten Ausflug in die Welt da draußen an, vielleicht mit Hörgerät. Allerdings dann gehe ich lieber zu einer Lesung und lasse meiner Fantasie freien Lauf.
Das Bloggen fördert nicht unbedingt die Fantasie, obwohl es eine Tätigkeit ist, die aus der Langweile entsprungen die Zeit mit Gedanken füllt. Ja, es geht nur darum, denn es fehlt mir der Ansporn von vielen gelesen zu werden. Warum ich gerade jetzt darüber schreibe? Ein Zeitungsartikel über eine Bloggerin, mit großer Gefolgschaft wurde einem Shitsturm ausgesetzt, weil sie mit Worten provoziert. Die Provokation als Anreiz die Lust der Leser nach Schund zu befriedigen, Benutzt sie dann Reizwörter wird der Shitsturm losgetreten. Ein Spiel um der Langeweile zu entfliehen und mal so richtig abzukotzen, ein anderes Wort fällt mir dazu nicht ein. Geraten die Äußerungen dann weit unter die Gürtellinie, ja zu Bedrohungen, dann wird die Geschichte von anderen Medien aufgegriffen. So haben alle etwas davon, die Leserzahlen steigen, die Geschichte macht ihre Runde ohne das es wirklich um den Inhalt geht, der bleibt Bedeutungslos, allein die Worte der Aufregung zählen um der Frustration ein Ventil zu verschaffen. Je mehr Informationen um so weniger bleibt inhaltlich beim Leser haften. Wir leben in einer überinformierten Zeit, in der der einzelne seine Hilflosigkeit hinaus schreit mit Wörtern Hemmungsloser Wut, die keine Konsequenzen hat.
Das Bloggen fördert nicht unbedingt die Fantasie, obwohl es eine Tätigkeit ist, die aus der Langweile entsprungen die Zeit mit Gedanken füllt. Ja, es geht nur darum, denn es fehlt mir der Ansporn von vielen gelesen zu werden. Warum ich gerade jetzt darüber schreibe? Ein Zeitungsartikel über eine Bloggerin, mit großer Gefolgschaft wurde einem Shitsturm ausgesetzt, weil sie mit Worten provoziert. Die Provokation als Anreiz die Lust der Leser nach Schund zu befriedigen, Benutzt sie dann Reizwörter wird der Shitsturm losgetreten. Ein Spiel um der Langeweile zu entfliehen und mal so richtig abzukotzen, ein anderes Wort fällt mir dazu nicht ein. Geraten die Äußerungen dann weit unter die Gürtellinie, ja zu Bedrohungen, dann wird die Geschichte von anderen Medien aufgegriffen. So haben alle etwas davon, die Leserzahlen steigen, die Geschichte macht ihre Runde ohne das es wirklich um den Inhalt geht, der bleibt Bedeutungslos, allein die Worte der Aufregung zählen um der Frustration ein Ventil zu verschaffen. Je mehr Informationen um so weniger bleibt inhaltlich beim Leser haften. Wir leben in einer überinformierten Zeit, in der der einzelne seine Hilflosigkeit hinaus schreit mit Wörtern Hemmungsloser Wut, die keine Konsequenzen hat.
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