Dienstag, 21. Juli 2015

Der Ruhemodus einer Sommerpause



Der Sommer zeigt sich von seiner angenehmen Seite, es ist warm, die Luft lau und der Körper schaltet auf Ruhemodus. Seltene Tage, die in voller Länge ausgekostet werden wollen. Jeder Augenblick ein Genuss, diese Milde streichelt die Laune, die sich wiegen lässt, hin und her pendelt zwischen Dösen und bewussten Aufsaugen eines angenehmen Gefühls der Leichtigkeit des Seins. Atmet das Klima einwenig aus, bevor es erneut mit voller Kraft die tosende Hitze, die Gewitterstürme, den Hagel, die Tornados auf uns hernieder pusten wird. Eine trügerische Ruhe vor dem nächstenUnwetter? Nun, es kommt wie es kommt, daran ändern werden wir nichts, trotzdem sollten wir das Klima nicht  weiter reizen.  Begegnen wir dem was kommen wird mit Ruhe und Gelassenheit und freuen uns für jeden Augenblick des Genusses eines milden Tages.
Die Sommerpause, die Sommerpause, nichts ist langweiliger als in dem Bewusstsein dahin zu dämmern, dass andere sich in die Sommerpause verabschieden, während man selbst ohne Sommerpause auf der Couch liegen bleibt. Kein Traum von einer Liege am Meer, nur ein ödes Fernsehprogramm ohne Abwechslung, nur die zögerliche Aussicht mit einem guten Buch in die Träume eines Autors zu gleiten. Am Strand wäre dass bestimmt eine gute Option, aber diese alltägliche Couch verleitet, verleitet? Genau, verleitet, nein wozu ? Also, wenn ich jetzt mit dem Denken anfange, nein, nein, ich lasse mich zu nichts verleiten!

Freitag, 17. Juli 2015

Wochenendstress für Freizeitgeplagte



Wieder klopft ein Wochenende an die Tür, bittet um Einlass, wer kann sich da verweigern. Ich werde es aushalten, mit Amüsement versüßen. Mit der Tageskarte komme ich überall hin, das Fahrrad bleibt im Keller, Unwettergefahr. Als erstes schaue ich in den Kreuzberger Markthallen vorbei und kaufe griechische Produkte. Kann ich mir leisten, da für August eine Rückzahlung der geleisteten Heizkosten ansteht. In Saus und Braus werde ich zu schlagen mit einem guten Gewissen, 1. der Unterstützung der armen Griechen, 2. ich muss mich nicht dafür verschulden. Dann am Abend, ich hoffe ein Unwetter bleibt aus, nehme aber trotzdem einen Regenschirm mit, fahre ich zu einer musikalischen Lesung an den Wannsee, könnte aber auch zum Sommerfest im Schlosspark Theater vorbei schauen, bei freiem Eintritt sehr verlockend. Die Qual der Wahl bleibt mir nicht erspart, da entschließe ich mich unter die Leute zu gehen und dann dass, zu viele Angebote. Nicht das ich aus Frust vor dem Flachbildschirm einschlafe. Nein, das wird nicht passieren, dank der Tageskarte, denn zum Shopping fahre ich auf jeden Fall in die Markthallen. Während ich in den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Masse der Fahrgäste schwitze, versuche ich von der Freiheit in den Wolken zu träumen. Losgelöst aus der hitzigen Masse Menschen, schwebe ich in einem Ballon in kühlere Sphären hinauf, mein Picknick Korb gefüllt mit griechischen Delikatessen, im Ohr literarische Musikklänge in Abwechslung mit kleinen Theateraufführungen. Allein im Korb unter dem Ballon, schaukelt mich der Wind rhythmisch in den Schlaf.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Die Hummel ist keine Biene

Vor ein paar Tagen setzte sich eine Biene auf meine Schulter und starb. Neulich lagen auf dem Gehweg viele tote Bienen. Das Klima, die Hitze, die Milbe, die Giftstoffe setzen ihnen zu, so heißt  es. Ohne Bienen wird es keine Früchte, kein Gemüse geben. Nun soll eine resistente Züchtung aus Killerbienen die Rettung bringen. Die Wissenschaft vermag vieles, hat aber für viele Probleme keine Lösung parat, wobei manche  Lösungen in Depots verschwinden, weil die Wirtschaft über die Anwendung bestimmt, nach Maßgabe des zu erwartenden Gewinn. Die Förderung der Gesundheit hängt ebenfalls von ihrer wirtschaftlichen Ausbeutung ab, mehr oder weniger. Meine Laune hängt vom Fernsehprogramm ab. Griechenland in endlos Debatten auf vielen Kanälen. Sinn und Unsinn sind nicht mehr zu unterscheiden und dann schwirren diese unendlich vielen Milliarden im Raum, wecken die Lust auf mehr, aber das Konto bleibt hartnäckig bei seinem Stand. Der Glaube an den Gewinn von 34 Millionen im Eurojackpot bleibt auch nur eine Illusion. Aber die Hoffnung will sich nicht verabschieden, denn es gibt immer einen Gewinner und Jobs könnten in greifbarer Nähe sein, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre, aber diese Tausenden Milliarden die überall greifbar scheinen, wachsen auch nur aus Druckerpressen. Warum übersehen sie mich, nehmen mich nicht wahr, fliegen einfach nur im Fernseher vorbei. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Milliarden nur virtuell existieren. Das Leben ist hart, die Bienen sterben und ich bin nur eine gelangweilte Zuschauerin und dieses Griechenland Gequatsche geht mir so auf den Geist, denn nichts geschieht, außer Bla, Bla, Bla....

Dienstag, 7. Juli 2015

Blubb

Schreiben gibt der Langeweile einen Sinn. Schreiben gibt der Laune ein Ventil, egal ob sie gut oder schlechte daher kommt, aber gar keine Laune macht keinen Sinn. Der Nonsens schluckt in der Hitze des Tages allen Sinn im flirrenden Dunst, der hoffentlich am Abend verfliegen wird, wenn das Unwetter mit einem Knall die Langeweile aufschreckt und mit Gewitter, Sturm und Regen bewegt. Oh welch Erkenntnisse reiten wild durch den Raum, der gefüllt ist mit unendlichem Bla, Bla.. Merke schon, heute wird es nichts mit literarischen Ergüssen, alles nur purer Aktionismus, geboren aus der Langeweile, die im Schreiben einen Sinn sucht. Der Gedanke an ein kühles Bad im See, bleibt das was er zu sein scheint, ein träger Wunsch nach einer erfrischenden Veränderung, aber festgewachsen bleibt der Körper mit der Couch verbunden und wartet und wartet und wartet auf das Ende des Fernsehprogramm. 

Größere Buchstaben füllen die Fläche, suggerieren mehr Inhalt.

Montag, 6. Juli 2015

Katzenjammer



Es ist Montag, kein Caterday, aber das Bild passt zum heutigen Tag, denn die Katze will sich nicht entscheiden:  Ab in die Eisbox, links im Bild, oder hinauf zum Folterturm, noch will sie durch die offene Tür hinaus in die heiße Sommerfrische. Die Katze bleibt dazwischen. Der Blick schaut in eine imaginäre Ferne, die unerreichbar bleibt. Das Fell sträubt sich, drückt ein Unbehagen aus, das keinen Inhalt hat. Vielleicht hat sie einen fürchterlichen "Kater", nach dem Siegestaumel der letzten Nacht. Nun kommt die Ernüchterung, die keinen Namen hat, denn sie scheint so unbestimmt, so konfus wie der
letzte Tag. Leben bedeutet Veränderungen zu lassen, doch die Gewohnheit verlangt nach Bequemlichkeit. Gutes Essen, einen kuscheligen Schlafplatz, Streicheleinheiten, der Jagdtrieb hat sich längst verabschiedet, wozu sich der Anstrengung hingeben, wenn das Frauchen alles bereit hält. Übrig bleibt ein Wesen, dass unentschlossen dazwischen sitz, sich kaum bewegt.
Arme Katze, denkt der Betrachter voller Mitleid ohne genau den Sachverhalt zu kennen, denn es ist allein seine Fantasie, die die Situation zu deuten sucht.

Samstag, 4. Juli 2015

Wasserschuhe



Eine kühle Brise, eine kühle Brise, wo habe ich nur den Fächer versteckt? Bin viel zu schwach um nachzuschauen, die Nase läuft dem Schweiß davon. Wasserschuhe, ein Paar Wasserschuhe wären eine ideale Abkühlung. Nichts geschieht, nur der Flachbildschirm läuft und läuft mit der Nase um die Wette. Klagenfurt findet ohne mich statt, bin dessen nicht für würdig empfunden. Schaue nur sporadisch zu, kann nichts damit anfangen, alles so fern von der Couch meines Lebens. Bla, Bla, Bla, die Hitze lässt jegliche Kritik abprallen an dem was man Aufmerksamkeit nennt. Keine Kühlung insicht, keine Wasserschuhe, die durch Pfützen springen um dem Körper von unten Feuchtigkeit zu spenden. Dunkel der Raum, der sich  vergeblich vor der Hitze zu schützen versucht. Dunkel die Stimmung, die tapfer gegen den Schnupfen kämpft, den Druck im Kopf mit Tabletten vertreibt. Warum kommt die Erkältung in der Hitze des Sommers und nicht im feuchtkalten Winter? Versteh, es sind die Ozonwerte, die die Schleimhäute angreifen und dem Körper die Abwehrkräfte stehlen, da helfen auch keine Wasserschuhe. Durchhalten, durchhalten, durchhalten, durchhalten...........