Samstag, 13. Juni 2015

Shakespeare und Currywurst



Keine Ereignisse die der Erwähnung wert sind. Worüber schreiben? Ich lasse mich von den Worten treiben, irgendwie werden die Sätze diese Post füllen. Inhaltslose Sätze, fliegen durch die Buchstaben im Zweifinger System getippt. Wie werden gesellschaftliche Krisen zur Nichtigkeit herabgestuft?  Wiederholung, Wiederholung.... bis der Arzt kommt. Ob Dekarbonisierung, G7- Show oder der schwebende Grexit, von der Couch aus betrachtet sind diese Nachrichten fern der Realität des Alltäglichen, bewegen aber die emotionale Seite, bieten Stoff um das Gemüt in Wallung zu versetzen, versüßen den Alltag in seiner Eintönigkeit mit etwas Aufregung. Auf der Weltbühne spielen die Protagonisten ein Spiel für uns Zuschauer, wir applaudieren oder buhen sie aus. Die Regie agiert im Hintergrund, das Drehbuch verfassen die jeweiligen Interesensgruppen. Im alten Rom veranlasste der César Brot und Spiele um das Volk bei Laune zu halten. Heute gibt es zur Inszenierung Weißwurst mit Brezeln oder Currywurst. Die Aufregung weicht der Langeweile, das politische Geschehen schwebt wie ein Damoklesschwert über der Couch, so unwirklich bis ein Unwetter, das Gewitter den Flachbildschirm ausschaltet, der Sturm den Baum vorm Haus seinen Halt entreißt und das Regenwasser die Wohnung überflutet. Ach, diese Gedanken sind so einschläfernd wie die ewigen Wiederholungen der immer gleichen Spielfilme.

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