Sonntag, 30. Oktober 2016

Die hörbare Gewalt, ganz nah und doch so fern



Die Nacht war kurz, für einen Augenblick mit Angst belegt. Es war die Zeit, da die Uhr zurückgestellt, als ein kurzer, schwacher Klingelton, begleitet von hämmernden Geräuschen, meinen leichten Schlaf störte. Es hörte nicht auf, Schläge auf das Metall der Briefschlitze, die neben der Haustür im Mauerwerk eingelassen, dröhnten bis in meine Wohnung. Mein erster Gedanke ein Betrunkener entlädt dort seine Wut, doch dann wurden die Schläge heftiger. Es klang jetzt nach dumpfen wuchtigen Boxschlägen auf etwas Weichem. Kein menschlicher Laut war zu hören nur das rhythmische Schlagen. Was tun, mich bemerkbar machen, hinaus gehen, ein Fenster öffnen oder doch die Polizei verständigen. Halloween ist doch erst Morgen, vielleicht ein gruseliger Clown? Die Schläge hörten nicht auf. Vor Schreck die laute Klospülung gedrückt, schlagartig wurde es still, nichts mehr zu hören. Habe ich nur schlecht geträumt? Nein, kleine Blutspuren am Metall kleben am Metall und im Hausflur dicke Blutspuren auf dem Boden, hat wohl einen Nachbar getroffen. Es ist mir kein Trost, zu wissen, dass ich im sozialen Brennpunkt lebe, obwohl es eigentlich sehr ruhig und bürgerlich zu geht.
Der grusel Effekt wird dann authentisch, wenn es direkt  geschieht. Morgen, wenn Halloween vor der Tür steht, dann  werde ich dort sein, wo man aus realen Leichen Plastinate gefertigt hat. Nicht freiwillig, sondern aus Freundschaft zu Nancy Torres, die dort im Foyer des "Menschen Museum" ihre Ausstellung "Mumienglanz" zeigt. Die nächste Post wird davon handeln.

Die hörbare Gewalt, ganz nah und doch so fern



Die Nacht war kurz, für einen Augenblick mit Angst belegt. Es war die Zeit, da die Uhr zurückgestellt, als ein kurzer, schwacher Klingelton, begleitet von hämmernden Geräuschen, meinen leichten Schlaf störte. Es hörte nicht auf, Schläge auf das Metall der Briefschlitze, die neben der Haustür im Mauerwerk eingelassen, dröhnten bis in meine Wohnung. Mein erster Gedanke ein Betrunkener entlädt dort seine Wut, doch dann wurden die Schläge heftiger. Es klang jetzt nach dumpfen wuchtigen Boxschlägen auf etwas Weichem. Kein menschlicher Laut war zu hören nur das rhythmische Schlagen. Was tun, mich bemerkbar machen, hinaus gehen, ein Fenster öffnen oder doch die Polizei verständigen. Halloween ist doch erst Morgen, vielleicht ein gruseliger Clown? Die Schläge hörten nicht auf. Vor Schreck die laute Klospülung gedrückt, schlagartig wurde es still, nichts mehr zu hören. Habe ich nur schlecht geträumt? Nein, kleine Blutspuren am Metall kleben am Metall und im Hausflur dicke Blutspuren auf dem Boden, hat wohl einen Nachbar getroffen. Es ist mir kein Trost, zu wissen, dass ich im sozialen Brennpunkt lebe, obwohl es eigentlich sehr ruhig und bürgerlich zu geht.
Der grusel Effekt wird dann authentisch, wenn es direkt  geschieht. Morgen, wenn Halloween vor der Tür steht, dann  werde ich dort sein, wo man aus realen Leichen Plastinate gefertigt hat. Nicht freiwillig, sondern aus Freundschaft zu Nancy Torres, die dort im Foyer des "Menschen Museum" ihre Ausstellung "Mumienglanz" zeigt. Die nächste Post wird davon handeln.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Das Übel mit dem Übel


Oh ist mir übel, zu viel gegessen.  Ein Übel ist nicht gleich das Übel, von dem man glaubt die Wahl zu haben. Die USA steht vor so einer Wahl, wie vielfach behauptet wird. Habe ich jemals so viel über die Kandidaten gewusst,  nein. Warum denn jetzt? Vielleicht weil es eine Frau ist, von der man weiß, dass sie genauso fehlbar ist wie ihre männlichen Vorgänger. Also völlig normal, obwohl man am Kontrahenten bedenkliche Zweifel hegen könnte. Überhaupt scheint es nur noch menschliche Übel, besonders in der Politik, zu geben, obwohl, hat sich seit der Vergangenheit etwas geändert? Nein. Sind wir heute mit der ungeheuren Vielzahl an unterschiedlichen Wissen so sensibilisiert, dass jegliche Glaubwürdigkeit in Verunsicherung mündet. Fragen finden keine Antworten, dass ist die Stunde der Scharlatane, die mit ungeheuerlich dummen, verrückten Antworten ein immer größeres Publikum finden.

Was bleibt vom Sonntag? Die Gewissheit, dass der nächste Sonntag nicht mehr weit ist, lediglich die Wochentage liegen dazwischen. So vergehen die Tage, die Wochen, Monate, Jahr für Jahr. Die Zeit hat mich grau werden lassen, die Haut wird von Mal zu Mal schrumpeliger, die Augen trübe, die Zähne harren aus, wohl wissend, dass auch sie endlich sind. Die Aufregung namens Leben finden außerhalb der eigenen vier Wänden statt. Das Fenster zur Welt streift mich durch Flachbildschirm und Internetseiten oder träume ich nur auf der Couch?

Dienstag, 18. Oktober 2016

Das trügerische Glück


Die letzte Socke gestrickt, streift ein unbeschreibliches Glücksgefühl meine Befindlichkeit. Ein Blick in die Medien liefert die Erklärung: Schleswig-Holstein, das Land der glücklichsten Deutschen. Dieses aufkeimende Gefühl fördert den Wunsch nach Produktivität. Nie wieder Socken stricken, lieber viele Worte, Sätze posten, aber wer glücklich ist kann nur schwerlich inhaltlich arbeiten, denn dem Glück, ohne die Leidenschaft der Liebe, fehlt es an Substanz. Welch ein Glück, die Medien liefern reichlich Stoff über die Weltlage, ob politisch, gesellschaftlich, ökologisch, ökonomisch oder...... Immer wieder stelle ich frustriert fest, dass meine liebsten Äußerungen Wiederholungen, Wiederholungen sind, denn viele Post ähneln sich, wie peinlich. Krampf macht sich breit, das Glücksgefühl scheint nur flüchtig zu sein, soll ich mich darüber freuen? Positiv betrachtet befinde ich mich im Trend, denn alles was als Fakten bekannt scheint, unterliegt der ständigen Wiederholung, es gibt nicht wirklich etwas Neues. Liegt darin das gesellschaftliche Phänomen die Welt durch eine braune Brille der Ignoranz von Tatsachen zu sehen? Immerhin lebt es sich mit einer subjektiven Wahrheit angenehmer,  weil dem Anschein von Verstehen Bedeutung gegeben wird, egal wie abstrus die vermeintlichen Wahrheiten auch sind. 

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Die Verantwortung der Entscheidung

Es ist nicht hell, es ist nicht dunkel. Die Glühlampe spendet das notwendige Licht um einwenig zu lesen. Das Pad kommt ohne zusätzliche Lichtquelle aus. Zeit eine kleine Post zu tippen. Wie jedesmal entwickelt sich das Thema intuitiv beim Schreiben mit dem linken Mittelfinger. Der Blick hinaus durchs Fenster hebt nicht die Laune, kein Sonnenstrahl kitzelt die Seele um ihr ein Lächeln zu entreißen. Herbstzeit fördert Trübsal, gegen die die Stimmung anzukämpfen versucht und sich einen Weg in die Gemütlichkeit bahnt, mittels einer Tasse Tee, auf der Couch mit einem guten Buch liegend. Arglistig fragt die Entscheidung nach der Wahl der Literatur, wohlwissend um dessen Qual. Eine Graphic Novel verlangt keine ausdauernde Konzentration, gibt ein kurzweiliges Vergnügen. Nun, dafür muss ich die warme Decke verlassen, vielleicht doch lieber den Fernseher einschalten? Die Fernbedienung verlangt der Trägheit nicht allzuviel ab.

Vielleicht Musik hören, Bob Dylan wäre nicht schlecht oder Rammstein?

Egal, keine dieser Entscheidungen verändern das Sein, nur die Verantwortung für den Augenblick der Langeweile.

Dienstag, 11. Oktober 2016

Die Stunde der Komödianten


Lang, lang ist die letzte Post her und schon habe ich vergessen wie das Foto nach links verschoben werden kann. Da kann ich auf links tippen, tippen, aber nichts passiert. Das gleiche mit der Rechtschreibung, wo lässt sie sich aktivieren? Positiv betrachtet sind das minimale Probleme einer gelangweilten "Schriftstellerin " ohne Leserschaft. Gut, das Netz ist voller sprachlicher Müll Kommentare, da gehen meine Texte, während der Überschwemmungsflut an Müll, sang und klanglos unter. Positiv betrachtet, besser verbaler Müll, als Plastik Müll in den Meeren. Beides könnte bewältigt werden, Betonung liegt auf "könnte", ein Wort ohne Folgen genauso wie "wäre". Das Meer wird überfischt, ähnlich wie im Netz nach unseren Daten "gefischt", ausgespäht werden. Wie immer wenn ich diese, leider allseits bekannten Fakten erwähne, stellt sich die allzeit bekannte Frage: Was fange ich damit an? Die allzeit bekannte Antwort: NICHTS.  Dass ist dann die Stunde der Komödianten, der Faktenfresser, die sich meist jeglicher Form von Realität verweigen. Nichts gegen Fantasien, positiv betrachtet können sie uns helfen das Reale begreiflich zu machen, vorausgesetzt man ist dafür empfänglich. Das Internet bietet genug Raum seine ganz persönlichen Unwahrheiten den Anschein vom Absoluten zu geben. 

Oh, wie jetzt weiter? Vielleicht gilt der Spruch: in der Kürze liegt die Würze, oder haben sich meine Gedanken einer Blockade verschrieben. Verweigern die Fortsetzung, bleiben leer Angesichts der enorm großen Zahl der Fakten Ignoranten in den Social Media. Stopp, nicht nur dort, auch ein Donald Trump bedient sich ungeniert der Fakten Lüge. Nein, nein, dass wäre ungerecht, viele, viele Politiker weltweit haben entdeckt, dass es sich wohlig lebt mit der subjektiven Wahrheit. Für die Zukunft bedeutet es, die Stunde der Komödianten ist gekommen. Die Diktatur wird die "unbequeme Demokratie " -weil sie auf Mitwirkung des Einzelnen beruht, auf Nachdenken-  verdrängen.