Schon wieder ein Mittwoch im Juli 2015 und alles wie gehabt. Als passive Zuschauerin eines Dramas, dass mehr und mehr zum Krimi mutiert, suche ich vergeblich, fassungslos mit offenen Mund, nach einem Sinn dessen was dort wie hier passiert. Nix los, totale Irritation. Wie war das noch Mal in den USA vor der Präsidentenwahl. Die Aussagen der Teaparty machten mich sprachlos, ganz Amerika hatte sich zurückentwickelt. Debilität das Credo der neuen Alten. Erleichterung, hier in Europa wird es so etwas nicht geben. Zweifel lasse ich nicht aufkommen, obwohl, ich denke an eine Sciencefiction Komödie. Die Menschheit total verdummt, sitzt vor dem Fernseher frisst die letzten Reste an Fastfood und stellt verwundert fest, dass neue Nahrung nicht von alleine kommt. Ein Mann, nach unserem Verständnis von normaler Intelligenz, erwacht nach 100 Jahren aus einem Tiefkühlschlaf. Wie ich heute auch, kann er es nicht fassen was um ihn geschieht, aber wie es so in amerikanischen Filmen zu geht, fällt das Ende positiv aus: Der Mann aus der Vergangenheit wird zum Retter der Menschheit. Mein löchriges Gedächtnis hat den Titel vergessen, nur ein dumpfes Gefühl beschleicht meine Ahnung, auch ich liege vor dem Flachbildschirm und stopfe mich mit Fastfood voll. Liegt es an meiner Wahrnehmung oder sehe ich es richtig (oh, welch falsches subjektives Wort), breitet sich auch in Europa, in Eurasien, eine sehr individuelle Wahrheit aus, die sich jeglicher Logik entzieht.
Wir haben das Jahr 2016, den 17. September und die Welt scheint verrückter geworden zu sein als ich es je vermutete oder trügt meine Wahrnehmung? Nein, es scheint in der Natur des Menschen zu liegen auf unlösbare Probleme mit Irrsinn zu reagieren, nach dem Motto destruktiver Aktionismus ist allemal besser als destruktive Hilflosigkeit.
