Donnerstag, 31. Juli 2014

Sommerblues



Sommer, wo bleibt das Sommerloch? Zuviel los, zuviel Informationsstress. Ach, jetzt am Strand liegen, besser in der Hängematte zwischen Palmen, die im Wind leise Kühlung fächern. Vor mir rollt die Brandung, schäumt das türkisfarbene Meer sauberes Wasser an den strahlend weißen Strand. Kein Plastikmüll erreicht die Lagune, keine Teerflecken haften an den Fußsohlen. Nur Natur pur, die Hängematte, Getränke, ein leichter Snack und ich. Obwohl, eine kleine Plastiktüte für meinen Müll muss sein, wie eine Stromquelle für Handy, Tablett und iPod. Nicht zu vergessen der Sonnenschutz aus der Plastikspraydose. Bikini, Badeanzug oder Nichts? Ich habe alles dabei, nackt ist nicht mein Ding. Die Tasche berstend voll, die Zivilisation verlangt nach Bequemlichkeit. Oh, du schöner Traum. Eine Schauspielerin sagte neulich all ihre Wünsche gehen immer in Erfüllung. Meine nicht, liegt wahrscheinlich an der falschen Art zu wünschen. Wie heißt es so schön: "Ohne Moos nix los." Eigentlich ist es auf der Couch ganz gemütlich, bis auf die gelegentlichen  Gerüche aus dem Gully, die hin und wieder ihren Weg zu mir finden. Hat etwas von südlichen Ländern, tröste ich mich. Da
Leben könnte so schön sein, manchmal. Bloggern könnte so interessant sein, gerät aber mehr und mehr zu lästigen Pflicht. Warum eigentlich? Es ist Ferienzeit, Sommer auf dem Balkon. Verreisen in der Fantasie schützt vor Enttäuschung der Erwartung auf einen Superurlaub. Trost ist das Lebenselixier der Loser. Sommerloch komm, zeig dich, sende uns den Traum vom Glück der falschen Nachrichten.

Dienstag, 29. Juli 2014

Rhythmus des Seins



Da sitzt es, weit entfernt, nur mit dem Tele der kleinen Digitalkamera erfasst. Allein, gelangweilt oder tief in Gedanken über das Sein. Vielleicht versunken in der Erinnerung an ein Leben in Freiheit, vielleicht kennt es sie nur aus den Erinnerungen anderer. Die Mittagssonne brennt heiß durch die Schwüle. Die Artgenossen liegen im Schatten versteckt vor den Besuchern, die in der Sonne stehen, dort, im schönen Leipziger Zoo. Aber dieses Geschöpf, ob weiblich oder männlich, sitzt aufrecht auf dem künstlichen Felsen. Schaut nach Links, schaut nach Rechts, betrachtet sie Hände, kaut einwenig daran, schaut nach Innen. Ein Wesen in seiner Mimik dem Menschen sehr ähnlich. Was denkt es? Wovon träumt es? Die Welt da draußen so nah und doch so fern. Der Rhythmus des Tages bestimmt von den Tierpflegern. Der Planet der Affen ein Wunschtraum, vielleicht. Wäre die Welt dann besser? Der Mensch stammt vom Affen ab, ein Rollentausch führe nicht in eine bessere Welt, oder? Keine Chance auf Besserung, wir sind dazu verdammt die Menschheitsprobleme allein zu lösen. Waffen,
Hass und Verachtung stehen dem Frieden entgegen. Bla, bla, bla. Eine Erkenntnis, so alt wie die Menschheit, ein Kommen und Gehen. Nur gibt es heute Waffen ohne Wiederkehr.


Donnerstag, 24. Juli 2014

Meine Beziehung zu Erdbeeren



Alles ist vergänglich. Die Zeit der Erdbeeren bald nur noch eine Importware. Ach wie werde ich ihren Geschmack vermissen, Hmm die süße, aromatische Frucht. Die Obsttörtchen bestückt mit dicken, großen Früchten, auf  einer Puddingfüllung, die eingebettet auf einem mit Schokolade bestrichenen Mürbeteig Törtchen sanft die Früchte trägt. Ich liebe euch, ihr lieblichen Erdbeeren, die Trauer groß, die Sehnsucht getrübt, nur halbherzig getröstet von frischen Pfirsichstückchen. Alles ist vergänglich. Die Zeit verdrängt die Erinnerung an den Geschmack, übrig bleiben faule, schimmelige Restbestände der einst so süßen Frucht. Das Alter verlangt unerbittlich seinen Tribut, nichts und niemand entkommt der Vergänglichkeit.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Die Gedanken sind frei



Bald ist Donnerstag, das Wochenende naht. Die Wochenenden kommen und gehen, nur die Couch auf der ich liege - wieder und wieder liege - Tag für Tag, bleibt wie festgenagelt am gleichen Platz. Oh wie öde, ein wohliger Schauer streift den Rücken gleich einer frischen Brise. Entspannt treiben Gedanken mal hierhin, mal dorthin. Da, eine Frage drängt sich vor: Was wird aus Babys zu dessen ersten Wörtern ein Singsang aus Google Google Google Google.... gehört ? Oh, welch eine Überraschung, eine Antwort trottet daher: Die nächste Generation.

Dienstag, 22. Juli 2014

Bla, Bla, Bla am Nachthimmel



Auf, auf, es ist Zeit zu schreiben. Doch die Gedanken über das Hier und Jetzt sind zigfach durchgekaut und ausgespuckt. Liegen auf dem sumpfigen Boden der Erkenntnis, die unaufhaltsam im Müll versinkt.  Oh, müde bin ich geh zur Ruh, schließe beide Augen zu und lass das Bloggern Bloggern sein. Die Wahl wird zur Qual und übrig bleibt Bla Bla... Da ist die Aussicht, im Traum, hinauf zu den Sternen zu wandern verlockender. Verführerisch in den Farben des Lichts zu schweben um sanft in den Tiefschlaf zu gleiten.

Montag, 21. Juli 2014

Samstag der 20.07.2014 Ausflug von der Couch


Es ist Samstag, zu heiß für die Couch. Aufs Fahrrad geschwungen, ab in die City zur Neuen Nationalgalerie, dem Event More Sky von Otto Pine entgegenfiebern. Der Fahrtwind unterm Kleid bringt Kühlung, das Radeln fällt leichter und die Erwartung auf das Ereignis groß wie die Temperatur  hoch ist. Schwitzend durch die Masse einen Platz finden von dem aus das Event gut sichtbar. Auf der anderen Straßenseite mit dem Rücken am Bauzaun gepresst, zwischen Fremden stehend, erwartungsvoll die Augen zum Dach des Events gerichtet, die Langeweile mit fotografieren der Vorbereitung verbringend. Die Zeit, zäh wie heißer Asphalt, schleppt sich  Stunde für Stunde dahin. Fotografieren, dokumentieren der im Wind unter der Sonne schwebenden Schläuche. Das Auge, der Zoom sucht und findet immer neue Formen der Schläuche in Bewegung. Bilder entstehen festgehalten mit dem Camcorder, dem Fotoersatz des Zuhause vergessenen Fotoapparates. Um 22:00 sollen die Figuren von Otto Prine in die Luft steigen. Die Menschen rechts und links von mir kommen und gehen, ich bleibe. Wie spät frage ich eine Dame neben mir, 22:30. Oh, schon? Auf dem Dach lässt nichts auf einen Beginn hoffen. Meine Füße brennen, das lange Stehen ermüdet, verlasse den Bauzaun, gehe hinüber in die Neue Nationalgalerie, dränge durch die Menschenmasse, erhasche einige Blicke auf die Lichtobjekte. Nein, das ist kein Vergnügen, gehe hinaus und bleibe auf den Stufen sitzen. Irgendjemand hat Informationen, die Aktion verzögert aus technischen Gründen. Die Müdigkeit siegt, fahre den langen Weg zum Stadtrand, es ist Mitternacht.





Donnerstag, 17. Juli 2014

Die Bilder hinter dem Flachbildschirm


Ein neuer Tag, und alles was in der Welt geschieht findet außerhalb der heimeligen vier Wände statt. Der Flachbildschirm gibt einen Blick auf die Ereignisse in der Welt frei. Gemütlich auf der Couch wird Realität zum Popkorn Kino. Die Unterhaltung bietet die ganze Bandbreite an Gefühlsregungen. Freude, Jubel, Schock, Entsetzen, Angst, Wut, und.....ach ja, Liebe, aber davon erzählen die Nachrichten wenig. Ich kann das Programm wählen das meine Gefühle stimuliert. Ein Spielfilm gibt Sicherheit, ist Fiktion, aber Nachrichten? Sie mutieren mehr und mehr zur Fiktion, denn der Schrecken bleibt flach wie der Bildschirm.  Es sind nur Bilder, die sichtbar, hörbar auf die Gefühle des Zuschauers treffen der passiv bleibt. Wahrheit bleibt auf der Strecke, verschwindet in den Rechtfertigungen der Lüge. Empört euch heißt es, aber bei der ungeheuren Menge an möglichen Empörungen - ein Überangebot - prallen sie an unserer Sehnsucht nach Harmonie ab.
Wo ist die Fernbedienung, der Laptop, iPad, der Zugang zum World Wide Web?



Mittwoch, 16. Juli 2014

Hummel, Hummel....



Worüber schreiben? Es gibt nichts von Bedeutung, nur Blasen aus Nichts die durch das Hirn wandern und einen Ausgang suchen, der im Labyrinth der Gehirnwindungen unerreichbar scheint. Unauffindbar, da die Motivation eines Nichts, welches umhüllt, umschmeichelt in einer Blase schwebt, nichts lieber mag als dahinzutreiben. Hin und wieder, schuldbewusst, den Gedanken an Verantwortung stellend, nach einem Ausgang sucht. Eine Suche die zu nichts führt außer der Erkenntnis des Wohlgefühls in einer Blase. Blubb macht das Gehirn und lässt die Blasen Blasen sein.

Dienstag, 15. Juli 2014

Tage wie dieser

Habe einen Kommentar geschrieben, nichts von Bedeutung. Gottfried Keller und wie wir zum Gutmenschen werden können. Hm, Gottfried Keller klang altbackend.

Machte heute einen Ausflug von der Couch zu einem Vortrag in die Universität Hörsaal 1b. "Das Buch wird zu meinem Buch, wenn ich es lese." Vorher schnell im Bücherkeller vorbei geschaut um nach der verstorbenen Nadine Gordimer zu suchen. Lese gerade Benito Cereno von Melville, da wäre etwas über die Apartheit in Südafrika gerade recht. Natürlich nur zum billig Preis eines alten Buches. Der alte Herr der Bücher war sehr zuvorkommend, wollte sich aber nicht nach den Büchern der Autoren, die mit G beginnen, bücken. Nun damit habe ich kein Problem, nur leider war Gordimer nicht zu finden. Aber ein anderes Buch fand mich, ja so kann man das sagen. Ich wurde von Gottfried Keller "Der Grüne Heinrich" gefunden. Für 2,50€  ein altes Schnäppchen. Der alte Herr der Bücher versicherte mir es sei eine besondere Ausgabe aus der Bibliothek der 100 Bücher. Nun, spendabel wie ich war zahlte ich gönnerhaft 3€. Das ist sonst nicht meine Art für ein reichlich vergilbt Buch aus den 1960er Jahren gebe ich höchstens einen Euro. Nun lag das Buch auf dem kleinen Klapptisch im Hörsaal vor mir. Ich blätterte und begann das Vorwort des Autors zu lesen. Oh, welch eine Frische der Sätze, wie ein kühle Brise vielen sie über mich her. Da hatte mir die Erinnerung an die Schulzeit, an Gottfried Keller einen Streich gespielt. Weiter bin ich nicht gekommen der Vortrag begann Flaubert und sein zweites Ich Madame Bovary. Sehr interessant, hatte zwar ein paar Probleme dem komplizierten Text zu Folgen. Das liegt am vielen Fernsehen, da ist das genaue hinhören schädlich, muss wieder erlernt werden. Das hat denn auch bald geklappt, bin ja nicht ganz verblödet, nur ein Wenig oder etwas mehr?
Nun, die Qual der Wahl, welches Buch lese ich zuerst nach Benito Cereno? Oh je, ich ahne meine Entscheidung, sie wird in der Verweigerung liegen und auf der Couch vor der Glotze enden oder bei Blogger vorbeischauen und sich langweilen. Ich liebe das.



Montag, 14. Juli 2014

Montag ist nicht Dienstag


                                                                                                                                     Nein, niemals, aber in 1Stunde 17 Minuten beginnt Dienstag, das ist keine Überraschung, nein. Wie immer, Woche für Woche beginnt nach Montag der Dienstag. Den Tagen folgen die Monate und die Jahre, Jahre, Jahre. Nach heutiger Erkenntnis entstand das Weltall vor etwa 15 Milliarden Jahren. Damals gab es keinen Montag. So ist das, wir wissen nicht viel von der Entstehung, dem Urknall, wir forschen und entwickeln Theorien, stellen Berechnungen an, neue Formeln entstehen, aber die Weltformel bleibt unentdeckt. Vielleicht gibt es sie gar nicht, aber Montag, Dienstag... sind sichere Wiederholungen wie Neuanfänge in der Politik. Eine Stunde bis Mitternacht, die Welt dreht sich wie eh und je. Aus dem Weltallraum erreichen uns fantastische Fotos. Lese die kurzen Kommentare, wandere hinüber zu Spiegel Online, frage  mich warum manche Kommentare austauschbar sind, auf viele Artikel anwendbar sich in endloser Wiederholung drehen. Wie wäre es mit einem Neuanfang.

Freitag, 11. Juli 2014

Weiße Schrift auf weißen Hintergrund

Wunderte mich warum die Texte unsichtbar, zweifelte an meinem Verstand und nun endlich, in der Ruhe auf der Suche nach dem Wie, habe ich es herausgefunden. Textsschrift Weiß auf Hintergrund Weiß gibt Nichts. Ja so spielt das Leben im Zuge der Verweigerung Nichts bleibt auf Weiß im Weiß. Gut, Problem erkannt, dann kann ich weiter Bloggern. Vielleicht im zarten Grau auf grauem Hintergrund? Irgendwann mal vielleicht. Nun bleibt es bei Schwarz auf weißem Grund.

Bartleby ist inzwischen verstorben. Dank Melville kann ich mich über das Sein als Gutmensch in Situationen, die nach einer richtigen Entscheidung verlangen, gut hineinversetzen. Sehe überall Parallelen zur heutigen Zeit, zu Personen, die sich als Gutmenschen versuchen, dabei die Regeln des Rechts auf Gleichbehandlung aussetzen  und in ihrem Gutsein keine Probleme lösen sondern immer wieder neue produzieren. Das ist allzu menschlich über die Jahrhumderte hinaus. Die künstliche Intelligenz wird dazu nicht fähig sein, es sei denn ein schwachsinniger Programmier entwickelt algorythmische Gefühle. Sicher kann man eine Vielzahl an Möglichkeiten einer Problemlösung programmieren und alle erdenklichen Lösungen entwickeln die das Programm solange mischt bis die logischste Lösung dabei heraus kommt. Logik gegen Chaos, nein, Logik gemischt mit Chaos ergibt eine Entscheidung.  Sollte es irgendwann soweit sein, dann sind die Lobbyisten überflüssig. Gut oder Schlecht, vielleicht so mittelmäßig gut oder schlecht? Hallo Melville, ich lese lieber deine Biografie, als diese Gedanken weiter zu führen, sie machen mich so schläfrig.

Donnerstag, 10. Juli 2014

Die Anstrengung der täglichen Verweigerung

Auf ein Neues. Einen Blog pflegen bedeutet Arbeit, Auseinandersetzung mit den Tücken der Technik bei der Umsetzung in ein Layout. Wie sieht die Seite bloß aus, liegt es am iPad, kein Android ? Wie soll ich mich da verweigern können, unmöglich. Eine Entscheidung muss her: entweder verweigern oder am Blog arbeiten, beides geht nicht, oder doch? Ich könnte die Seite treiben lassen und in Worte gefasste Verweigerung veröffentlichen, alles so lala, blabla... Widersprechen sich Entscheidung und Verweigerung? Eine Entscheidung ist die Stellungnahme eines Standpunktes für oder wider der oder einer Verweigerung. Oh,  die Auswahl verlangt Entscheidung, das ist dann nicht mehr passiv. Kreative Verweigerung als aktive Auseinandersetzung mit ??? Hmm.....

Montag, 7. Juli 2014

Allmacht Fantasie

Ich schreibe also bin ich, eine Bloggerin. Toll, endlich mal was neues altes überholtes oder was? Schöne Aussichten, eine Aufgabe um dem Nichtstun zu entfliehen, obwohl, totale Verweigerung  hat etwas, nur was? Wem verweigere ich mich, wenn niemand, kein anderer davon Kenntnis hat.
Kenntnis von meinem Schaffen, meiner kreativen Ader, die sich im Nichtstun eingerichtet hat.

Pause...guten Morgen, neuer Tag, wiederholende Gedanken. Welcher Art? Oh, so vielfältig wie die täglichen Nachrichten, die sich in einer Endlosen Schleife wiederholen. Apropos Verweigerung, ein Phänomen der Neuzeit. Ich bin nicht alleine, wir alle verweigern uns. Wir lieben es uns mit Nebensächlichkeiten zu beschäftigen, lenken sie uns doch von Problemlösungen ab, die wir nicht mehr bewältigen wollen oder können, zu anstrengend, zu viele Informationen die Lösungen nebulös erscheinen lassen. Wir empören uns lieber über Kleinigkeiten, doch wie definiert man Kleinigkeiten?

Juhu, ich Blogger bei Google, wenigstens einer der meine Texte liest. Ich liebe es von Big Brother ausgespäht zu werden, sieht ja sonst keiner hin. Meine Texte in Algorithmen in der Cloud gigantischer Rechner, die so vielleicht die Superhirne der Zukunft entwickeln und die Macht übernehmen. Macht? Welche Art von Macht wird das sein? Oh, der Fantasie fallen da viele ein. Eine Macht die auf Energie basiert, also Stecker rausziehen und wieder Analog Leben?