Freitag, 30. Januar 2015

Solala, Gedanken zur Nacht


Wenn Gedanken Überhang nehmen, dann ist es gut sie aufzuschreiben. Veröffentlichen, egal ob es gelesen wird oder nicht.. Also, ich hätte kein Interesse fremde Gedanken zu lesen, viel zu langweilig. Einbildung fördert das Selbstbewusstsein - ich veröffentliche, also bin ich wer - , Einbildung sollte nicht mit Bildung verwechselt werden. Obwohl auch Bildung leider kein Schutz vor einem intoleranten Gedankengut bietet. Ein Gedankengut, das mehr und mehr, so scheint es mir "Salonfähig" wird. Bildung hat nur eine Chance, wenn sie als Werkzeug angewendet wird. Ein Werkzeug um mittels eines umfangreichen Wissens die Probleme der Neuzeit zu lösen. Bildung, die zur Aufzählung von Wissen gespeichert wird, kann im dumpfen Gedankengut versickern. Der größte Feind der Bildung ist der Verstand, wenn er seine Interessen über die Vernunft stellt. 
Oh, es scheint mir nicht gut zu gehen. Richtig, sehe die Leichenberge der KZ Opfer vor meinem Inneren Auge, habe gerade "Night will Fall" im Fernsehen konsumiert. Kein Horrorfilm, kein Splatterfilm kann mit diesen Bildern konkurrieren, sie tragen die Wahrheit der unmenschlichen Seite eines Regimes, einer ach so normalen Bevölkerung, die sich auf ihre Bildung berufen hat. Das war vor, vorgestern und wir haben heute unsere dunkle Seite der Menschlichkeit im Griff. Hoffentlich wird es auch morgen noch gelten? Ja, ich bin zuversichtlich, verdammt nochmal, ja. 
Zertreten wir die Hybriden Wahrheiten und wühlen uns aus dem entstehenden Sumpf durch die vielen Wahrheiten der unterschiedlichen Interessen. Dass könnte mit Bildung und dem "gesunden Menschenverstand" funktionieren. He, wo hat sich mein Humor hin verkrümelt. Komm sofort zurück, sonst gibt es Ärger.


Mittwoch, 28. Januar 2015

Arbeit lenkt von der Nachrichtenflut der Hiobsbotschaften ab



Kreative Beschäftigung, Arbeit genannt, hat den Vorteil, dass die Nachrichtenflut, die Hiobsbotschaften, in den Hintergrund geraten. Den Verstand freut es, hat er nun nicht mehr die Aufgabe die in Unruhe gefallenen Gefühlsregungen zu steuern. Der Verstand protzt vor Stolz, hat er doch auch den InnerenSchweinehund in die hintersten Gehirnwindungen verbannt. Nun, es ist ihm wohl bewusst, dass jederzeit kleine BabySchweinhunde geboren werden und sich ihren Weg ins Bewusstsein bahnen werden. Momentan kämpft die Kreativität mit dem Ausdruck, der Form von Moby Dick, das lenkt von der Gefahr der BabySchweinhunde ab, denn jedem Anfang wohnt ein Kraftakt inne. Allerdings, lauert die Gefahr in Form einer verlockenden Couch vor dem Flachbildschirm, neben dem Arbeitstisch. Es geht voran, die Zuversicht meldet Erfolge, Arbeit, Arbeit, Arbeit...

Montag, 12. Januar 2015

Gewaltfreies Handeln im Dienste der Rechtsstaatlichen Ordnung


Vor zwei Jahrzehnten las ich ein Buch über New York und seine absurde, brutale Kriminalität. Habe den Titel des Buches vergessen, aber der surreal anmutende Inhalt  über Bandenkriege und unvorstellbarer Gewalt gegen jeden der gerade greifbar war, hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt, ähnlich dem was in Südamerikanischen Städten an sinnloser Gewalt ausgeübt wird. Bandenrituale einer vermeintlich selbstgeschaften Ordnung, die sich der Brutalität verschrieben hat. Die Übergriffe
 - insbesondere auf jüdische Mitbürger - aus Frankreich, erinnern an die gleichen Gesetzmäßigkeiten der Brutalität, die auf dem Kontinent Amerika zum Alltag gehören. Wir nähern uns immer mehr den Problemen aus der 3.Welt an, sie ist global vertreten. In New York räumte ein Bürgermeister auf und drängte die ausufernde Gewalt durch größere und konsequentere Polizeieinsätze zurück, in Süd und Mittelamerika zieht der Schrecken der Gewalt durch alle Gesellschaftsschichten, durchdringt  Politik und Staat. Europa darf die Augen nicht verschließen, doch Gewalt läßt sich nicht durch größere Gewalt bekämpfen, sondern nur durch rechtsstaatliche Aktionen. Aus Sparmaßnahmen die Polizeipräsenz zu dezimieren, erhöht die Gefahr ausufernder Kriminalität und die Korruption der Staatsdiener. Wir Europäer sind aufgerufen nach Lösungen zu suchen und gemeinsam zu handeln.

Gewalt bleibt ein krimineller Akt, ob er nun aus purer Lust an krimineller Energie geschieht, Kapitalverbrechen, politisch motiviert, sprich rassistisch,  antisemitisch oder aus welch auch immer Gründen ausgeführt wurde. Gewalt bleibt immer eine Kriminelle Tat, ob nun aus Hass auf die Gesellschaft oder aus Hass gegenüber anderen Religionen. Der Unterschied liegt nur in den Beweggründen nicht aber in den Taten selbst, sie bleiben dass was sie sind brutale Lust an Zerstörung.


Montag, 5. Januar 2015

Sein oder Nichtsein


Ein Riss geht durch die Gesellschaft, wird behauptet. Pegida und Nichtpegida, so ein Quatsch. Die Gestrigen sind nicht erst seit heute da, lediglich trauen sich die Stammtischmeinungen an die Öffentlichkeit zu treten. Der radikale Islam gibt ihnen die Rechtfertigung und Putins Art der Argumentation der Rechtfertigung, macht Mut zu öffentlichen Äußerungen. Die Wahrheit ist ein gummiartiger Brei, der sich nicht an Fakten hält. Endlich traut sich jeder sein legitimes Recht auf Meinungsfreiheit auszuüben, leider kommt es dabei nicht mehr auf richtig oder falsch an, sondern auf Behauptungen. Die Komplexität wird ausgehebelt mit simplen Rechtfertigungen die zur Wahrheit erkoren werden. Endlich kann das Unfassbare in eigens konstruierten Wahrheiten umgewandelt werden. So wie der radikale Islam die komplexe, nicht mehr fassbare Welt in eine simple Form des Verständnisses der Beherrschung durch brutale Regeln aus dem Mittelalter kontrollieren will,  suchen viele Bürger Halt in der Rückbesinnung auf eine vermeintlichen Romantik vom Deutschen Kulturgut, dass es so nie gegeben hat. Die trügerische Erinnerung an eine vermeintliche bessere Zeit ist einfacher zu ertragen als Lösungen für die Probleme der Gegenwart zu erarbeiten. Die Zivilgesellschaft gibt Hoffnung, sie hätte das Potential dazu.
Ach, was schreibe ich da, mir gehen soviele Gedanken durch den Kopf, sie lassen sich nur schwer in Worte fassen. Der Text gibt nicht das wieder, was ich denke, was ich schreiben möchte, alles so naiv, so Blabla. Die Komplexität lässt sich nicht in wenige Sätze pressen, genausowenig wie eine Beschreibung dessen was ist und was sein wird. Eine Annäherung auf meine Art des Verständnisses bedarf einer differenzierten Beschreibung oder besser gesagt: Ich habe keine Ahnung von dem was ist und was sein wird. Das Zauberwort könnte heißen Gemeinsam in der Vielfalt der Möglichkeiten.
So ein Quatsch, na und, bin auch nicht anders als die anderen. Ein Trost oder ein Schrecken?

Samstag, 3. Januar 2015

Anspruch und Wirklichkeit



Was hat sich seit Mittwoch geändert? Die Jahreszahl, ab Donnerstag nun 2015, wow oder sollte ich lieber altmodisch Wahnsinn  sagen? Wow klingt cool oder sollte ich lieber wahnsinnig Toll schreiben?

Der Blumenstrauß weigert sich hartnäckig zu vergammeln, welch ein kleines Glück, das sich ins Neue Jahr hinübergerettet hat, im Gegensatz zu guten Vorsätzen, die ich prinzipiell erst im Laufe des Januar fasse, kurz im Auge behalte und je nach Schwierigkeitsgrad verdränge. Die Völlerei neigt sich dem Ende zu und langsam kehrt der Alltag zurück, dort wo Moby Dick auf Kreativität wartet. Mal sehen ob aus der Idee, die schon im letzten November erste Anstöße erhielt, ein neues Projekt wird. Das Wort Projekt erscheint mir etwas übertrieben, eher ein Mittel um der Langeweile auf der Couch etwas entgegenzusetzen. Das Schreiben und Lesen von Kommentaren auf Google+ und Twitter erledigt sich auf der Couch so nebenbei, aber Kreatives Gestalten, das geht eher im Sitzen am Tisch.

Vielleicht fange ich mit der Umsetzung des Thema " Painted World " an. Habe bis zum Showdown am 5. Januar noch etwas Zeit. Ein Bild auf Papier mit Soft Pastells umgesetzt und Klebestreifen.
Ach, wenn ich nur wollte, meine Tage wären mit Arbeit ausgefüllt. Ja, wenn da nicht die verführerische Couch wäre.