Montag, 29. Dezember 2014

Prosit Neujahr 2015


Weihnachten hat sich für dieses Jahr erledigt und das Neue Jahr 2015 beginnt in der Nacht zum 31.12.2014 genau um 00:00. Eine Tatsache die sich jedes Jahr wiederholt, wiederholt, allein das Datum ändert sich. Wie alljährlich bleiben all die Vorsätze weit hinten in einer verschlossenen Kammer des Gedächtnisses  als unerledigte Wiederholungen. Sylvester wird gefeiert, geschlemmt, getrunken, vielleicht mit Musik oder ab und an einen Film anschauen oder Geschichten aus der Erinnerung erzählen.

Ein bisschen Spaß muss sein, aber nur aus freiem Willen oder aus Höflichkeit den Gästen gegenüber.

                Prosit Neujahr  Prosit Neujahr   Prosit Neujahr

Freitag, 12. Dezember 2014

Der Weihnachtsmann macht eine Fliege



Das nächste Wochenende klopft an, der Freitag ächzt in seinen letzten fünf Stunden und dann ab in den Samstag. Oh, der 3. Advent steht an, aber keine Weihnachtsstimmung will aufkommen. Ich wünschte der Weihnachtsmann klopft an meine Tür, lächelt mit seinen Augen, denn der weiße Bart verhindert jegliches Grinsen und ein lautes Lachen wäre einschüchternd erschreckend. In der linken Hand stemmt sich der pralle Sack gegen seinen roten Anzug. Was wird er wohl für mich bereithalten? Meine Wunschliste hat nichts zu bieten außer einer weißen Leere. Vielleicht eine Überraschung? Doch mein sattes Gefühl vermag keine Überraschung erahnen. Ja, jetzt ist es mir klar, der Weihnachtsmann selbst wird eine Überraschung sein, wenn er dann wirklich kommen möchte. Der Zweifel ist stark, die Phantasie sieht ihn, versteckt im großen Sack vor meiner Tür.

Dienstag, 9. Dezember 2014

Schreiben ist Tippen der Zeit

Auf, auf, die Zeit rennt, aber ich befinde mich in einer halbliegenden Position auf der Couch, wobei der Rücken mittels Kissen und Armlehne gestützt wird. Die Beine angewinkelt, halten die Kniee das IPad in einer leicht schrägen Position, während die Mittelfinger sich beim Tippen der Buchstaben, der Wörter, die zu Sätzen geführt einen Text mit Inhalt ergeben, leicht tänzelnd über die angedeutete Tastatur bewegen. Ab und an vom Daumen oder Ringfinger abgelöst entsteht so dieser Text, dessen Inhalt nur die innere Leere einer Übersättigung wiedergeben, während im Fernsehen Sade läuft. Die Ohren von Kopfhörern bedeckt, übermitteln die Stimmen, den Inhalt von Sade. Die Augen wandern je nach Interesse vom Text zum Fernseher hin und her, so etwas wird wohl Multitasking genannt und die Zeit rennt und rennt.
Nur der Körper bezieht Stellung zur fortschreitenden Zeit, die der Geist so nicht wahrnimmt, weil der Stillstand der Leere den Platz der Einfalt eingenommen hat. Das Jahrhundert der Vielfalt  wechselt ins Jahrzehnt der Einfalt, die Bequemlichkeit suggeriert. Tick Tack tönt der Takt der Sekunden, unaufhaltsam umrunden sie den Kreis der Wiederholung. Geschichte wiederholt sich nicht haben wir einst gelernt und stellen fest, sie tut es doch. Die Aufmerksamkeit wechselt zu Sade. Die Adligen warten darauf von den Jakobinern geköpft zuwenden. Keine Flucht in Sicht, warten sie auf den Tod und schauen dem grausigem Spiel vom Fenster aus zu. Grausamkeit, so alt wie die Menschheit bleibt ein Teil der Handlung unabhängig vom aufgeklärten Menschsein, das sich nur im Fortschritt der Technik weiter entwickelt hat.
Ohne diesen Fortschritt würde ich nicht auf der Couch halbliegenden sitzen und zwischen IPad und Fernseher hin und her schauen können


Montag, 8. Dezember 2014

Alltagswahrnehmungen

Die Dunkelheit bleibt draußen vor der Tür, vor den Fenstern der Zimmer, wo dicke Holzjalousien auch am Tage das Licht aussperren. Am Morgen ist es immer wieder aufs Neue eine Entdeckung, wenn die schweren Jalousien mit aller Kraft hochgezogen das Licht des Tages, je nach Wetterverhältnissen, die Umgebung in eine Stimmung tauchen, die mal im nebligen Dunst alles mit Graublauen Farben überzieht, die von Stille erzählen, während ein klarenr sonniger Morgen alles in kräftigen Farben erscheinen lässt, die von hektischer Betriebsamkeit erzählen.
Tagein, Tagaus, zu jeder Jahreszeit, obwohl die Umgebung unveränderlich bleibt, spielt das Licht mit den Gefühlen der Wahrnehmung. Eine Tatsache die nur derjenige erkennt, der sich auf das Spiel mit dem Licht einlässt, weil Zeit verschwenderisch zur Verfügung steht, weil das  Gefühl für Zeit unendlich lang sein kann, wenn man sich dem Luxus der Zeitverschwendung hingibt.
Bei geschlossenen Fenstern bleibt das Hören und Riechen der Außenwelt ausgesperrt, doch sobald die Fenster geöffnet sind, drängen Geräusche und Gerüche herein. Obwohl sie täglich gleich sind, abgesehen von nichtalltäglichen Arbeitsgeräuschen, klingen sie je nach Jahreszeit, ob kalt, ob warm, immer wieder anders. Die Phantasieverbindet die Sinneswahrnehmungen zu neuen Geschichten. Jeden Morgen aufs Neue, ein Film mit Musik, aber anders als im Kino, mit den Gerüchen des Alltags.

Sonntag, 7. Dezember 2014

Wo haben sich die Weihnachtsgefühle versteckt?

Bis Weihnachten sind es noch 17 Tage. Hoffentlich stellt sich das Gefühl für Weihnachten noch ein. Der Baum, etwas früh geschmückt - zum Glück ohne Katzencloduft war wohl nur die Schutzdecke im Auto - bringt mir  das heimelige Gefühl der Weihnachtszeit nicht zurück. Dieses Jahr besteht nur aus einem Unverständnis für etwas, dass selbstverständlich sein sollte. Die geschmückte Wohnung, die gebackenen Kekse, selbstgemachte Geschenke, sie heben nicht die Weihnachtsstimmung.
                                       Warum?
Worum geht es in dieser, eigentlich, besinnlichen Zeit?
Die Geschäfte voll drängelnder, nervöser, hektischer Suchende, überall Weihnachtsschmuck, hier und da.
Wie feiert ihr dieses Jahr? Schon das Weihnachtsmenue geplant? Auf alle Fragen gibt es Antworten, alles Perfect geplant, erledigt und nun? Verdammt, wo habe ich meine Weihnachtsgefühle verloren, vielleicht stecken sie im November Nebel fest, bleiben für immer verschwunden, kommen nicht zurück, obwohl der augenzwinkernde Weihnachtsmann überall, aus jeder Ecke der Stadt die Suchenden lockt. Aha, mir fällt es wie Schuppen von den Augen, Diagnose "Burnout" durch zu frühe Bewältigung der Planung eines alljährlichen Familienfestes. Bin mal wieder zu schnell, wollte es hinter mich bringen um mich voll auf das Weihnachtsgefühl zu konzentrieren. Hat nichts gebracht, aus Erfahrung sollte man klüger werden.
Nächstes Weihnachten lasse ich ausfallen, verziehe mich in die Karibik an einem einsamen Strand und genieße die Wärme, die Sonne, werde nicht an mögliche Hurrikans denken sondern nur an friedliche Erholung vom alltäglichen Nichtstun.

Samstag, 6. Dezember 2014

Der Duft der Weihnachtzeit

Weihnachtszeit schöne Zeit, Nikolaus wohnt nicht hier, nicht dort. Überall rotgekleidete alte Männer mit weißem Bart, mal aus Stoff, Plastik oder Keramik. Weihnachtszeit schöne Zeit. Hallo Stimmung, wohin hast du dich verkrochen?
Nun steht er da, der Baum mit winziger Wurzel, eingebettet in einer Lehmhülle im alten Topf in der Ecke auf dem mit einer roten alten Samtdecke verhüllten Plastikhocker. Er riecht einwenig nach Katzenpisse, vielleicht entwickelt der Baum ja noch den typischen Tannenduft, wenn nicht, dann wird er halt mit künstlichem Tannenduft besprüht. Was tue ich nicht alles für das heimelige Gefühl der Weihnachtszeit. Morgen, am zweiten Advent werde ich ihn schmücken und die elektrische Lichterkette wird den Raum erstrahlen und die Weihnachtsstimmung wird sich ausbreiten, vielleicht verschwindet der penetrante Katzenurinduft von selbst. Abwarten, es ist noch Zeit bis Weihnachten, vielleicht kommt der Tannenduft und die Stimmung von ganz alleine. Geduld ist die Tugend der Wartenden. Nun, welcher Baumschmuck wird mich überzeugen, alles in Filz, mit Herzen, Bärchen, Engelchen... Oder schillernd glänzend aus Leichtmetall oder besprühten Plastik. Demnächst erscheint ein Foto vom Baum, der Geruch wird sich nicht übertragen lassen, er darf sich in der Phantasie des Betrachters entwickeln, wenn es gewünscht wird. Jedem so wie er es mag. Man stelle sich vor der penetrante Geruch vermischt sich mit dem Duft nach den Keksen aus der Dose zu einer Synfonie der vorweihnachtlichen Geruchsstimmung. Weihnachtszeit schöne Zeit.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Posts + Punkte kommen und gehen

Huch, warum habe ich nur eine so lange Pause gemacht? Richtig, es war die pure Langeweile, eine Post nach der anderen ab und an ein +1 bekommen und dann, Schwupp sind alle + wieder verschwunden. Hey, wo sind sie geblieben? Genau das gleiche Problem bei Google + in den Nachrichten erhalte ich ein + und noch ein + und noch ein +, aber unter den Bildern erscheinen sie nicht. Hallo, Google+ wo sind meine wenigen + geblieben? Bitte es sind doch nur so wenige, warum nimmst du mir auch nur das kleinste +, die kleinste Hoffnung auf Aufmerksamkeit?
Nun ist der Trauermonat November vorbei und die Fröhlichkeit, die Erwartung auf ein Weihnachtsfest sollte meine Stimmung heben, aber nun dass, keine + für meine Schreie nach Aufmerksamkeit. Hui, hui, hui +++++++.
Alle protzen mit einer großen Anzahl an + Punkten und ich, verdurste, hänge an der Nichtachtung mit Namen +, oh, das Leben kann so gemein sein. Gut, was nicht ist, ist halt nicht. Ich werde die Nichtbeachtung akzeptieren, verdränge sie, schließe die Augen und werde niemals mehr eine Post schreiben!!!
Ob Moby Dick jemals von mir in Kurzform inklusive Illustrationen in Angriff genommen wird? Warum sollte ich, guckt ja doch niemand, außerdem, was würde Mellville sagen, wenn er von meinem Vorhaben wüsste. Als berühmter Autor leidet er bestimmt im Jenseits. Alle diejenigen, die sein Moby Dick verunstalten, verstümmeln. Ich bin da ja nur eine von vielen.
Turner, in deinem Stil wollte ich Moby Dick in Bilder bannen und mit Kurztexten den Leser zum Kopfkino führen. Ha, Ha, Ha, ein unmögliches Unterfangen. Also warum sollte ich mir die Mühe, die Qual der Umsetzung machen, bekomme ja doch niemals + Punkte.