Die Sonne scheint, Zeit hinauszugehen und der Realität ins Auge schauen, bisschen staubige Luft schnuppern, das Glück suchen in der großen, weiten Warenwelt. Shopping, Shopping, Shopping....Wir haben Monatsanfang, es ist mal wieder Montag, oh Graus, bald geht mir das Geld wieder aus. Dem Leben bleibt fasst nichts erspart, glücklich sind die, die in den Shoppingcenter ihre Bestimmung finden. Wenn wir etwas im Überfluss haben, dann sind es die unzähligen Kauftempel, egal wo, überall auf der Welt das gleiche Angebot. Schöne neue Welt, zwischen Flachbildschirm und Einkaufszentrum pendeln diejenigen, die es sich leisten können. Oh, was für ein unbeschreibliches Glücksgefühl, am Monatsanfang gehöre ich dazu. Lächelnd geht die Welt zugrunde, verschwindet vertrauensvoll im World Wide Web. Das Leben ist ja so schön, mein Glück so unbeschreiblich reich wie das Warenangebot eintönig ist.
Schlechtes Deutsch, ständig drängt das IST vor. Die Stille der Sprachlosigkeit gipfelt im Kaufrausch der Gedankenlosen. Diese Sätze, geboren aus der Langweile eines ereignislosen Lebens, sind inhaltslos. Auf Los geht's los, immerhin die Freiheit der Entscheidungslosen. Freiheit der Traum aller Looser, die im Konsumieren die eigene Unfähigkeit mit Schweigen überdecken. Oh, das könnte ich unendlich weiter spinnen, schreiben, labern, immer so weiter, aus purer Langweile, hat etwas von Entspannungsyoga. Eine Geschäftsidee? Ach, lieber nicht, obwohl der Krimi im Fernsehen bringt es auch nicht. Lesen? Moby Dick lesen, in dreifacher Ausführung, parallel die englische Ausgabe, die Übersetzungen von Matthias Jendis und Friedhelm Rathjen. Mammut Aufgaben werden am Besten verschoben, viel zu anstrengend, obwohl der Vergleich interessant scheint. Nein lieber später, irgendwann oder garnicht. Langeweile hat etwas von Gemütlichkeit, einfach in die Decke auf der Couch kuscheln und vor dem Flachbildschirm dösen, vielleicht von einer Weltreise zu zweit träumen. Ach, Müßiggang hat etwas angenehm langweiliges


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