Dienstag, 2. September 2014

Dienstag ist ein schöner Tag, ein blutiger Tag

Ohne Fleiß kein Preis? Okay, ich bemühe mich, will etwas Posten, denn Dienstag ist ein guter Tag. Ja, ja, die Depression, wenn es denn eine ist, lacht mit der Sonne um die Wette. Obwohl ab und an von Wolken verdeckt, bleibt die Fröhlichkeit unbeirrt. Das sonnige Gemüt blüht auf, doch oh Schreck, die Kreativität ist weg. Das Leben ist hart, das Schreiben mühsam, der Inhalt lahmt.
Pause, fließt nichts, gute Laune ist schlecht, hinderlich beim Suchen nach der ultimativen Kurz-kurz- Geschichte. Schwafeln, gut, dann eben Schwafeln ohne Inhalt, ohne Belang, wie immer, einfach nur dumm dreist Schwafeln. Damit werden unendlich viele Zeilen gefüllt, vielleicht kommt ja noch irgendwas....... Nein, nichts, oh, jetzt bin ich aber traurig. Klappt auch nicht, bin fröhlich gestimmt. Wie kann ich diese verdammte Fröhlichkeit nur los werden. Klappt nicht, habe aus unerfindlichen Gründen gute Laune, liegt wohl am milden Wetter, an der lieben Sonne, die zwischen den Wolken die farbigen Blätter der herbstlichen Bäume anstrahlt, so dass diese allerliebst in ihrer Farbenpracht um die Wette strahlen, einfach schön, nur schön. Ohne Anspruch auf Qualität schwafeln, nur schwafeln, dass hat etwas von einer Leichtigkeit, eine Entspannung, allein durch das milde Wetter hervorgerufen, ach wie schön.

Ach, wie grausam, Nachrichten sehen, und gleichzeitig über die Leichtigkeit des Seins schreiben, passt nicht zusammen. Die Welt ist aus den Fugen und ich habe gute Laune im Angesicht der vielen Todesnachrichten. Einzig eine kurze Schockstarre über das gehörte, da wurde wieder einer geköpft. Schrecklich, all diese Taten, die täglich über die Medien in die heile private Welt dringen. Sie riechen nicht, sie sind nur flache Pixel Bilder und doch sterben Menschen auf brutalste Weise. Können wir einfach nur zuschauen, glauben es wird uns nicht treffen? Hilflosigkeit ist keine Lösung, wer stillhält und die Augen schließt ist selbst ein Opfer. Wie schön der Satz:" Stell die vor, es ist Krieg und keiner geht hin." Ach, wenn das Leben doch so einfach wäre. Es ist nicht unser Krieg, aber wir stecken mitten drin. Um dem ein Ende zu machen bedarf es des gemeinsamen Handelns der Weltgemeinschaft. Schöne Aussicht, klingt naiv, zu einfach, die Realität sieht leider anders aus.
Vielleicht muss es so sein, dem Planeten geht es schlecht, ohne Menschen wäre er besser dran.  Wir
haben eine Ahnung, fühlen es, schließen die Augen und gehen blind hindurch, wodurch, wohin?

Was hat sich gegenüber früheren Gräueltaten verändert? Eigentlich nicht viel, nur die Welt ist enger zusammengerückt, die Grausamkeiten sind via Bilder sichtbar, gleichzeitig wahrnehmbar. Sind wir empfindlicher geworden, hat uns die vermeintliche Sicherheit eines Friedens eingelullt? Denke ich an die vielen Hungerkatastrophen, die wir im Fernsehen miterlebten, wo wir eifrig spendeten um unser Gewissen zu beruhigen, haben sie uns so bewegt, geschockt? Kann mich nicht mehr erinnern.  Es liegt an meiner Wahrnehmung: ich habe viel zu viel Zeit, um mich dem Luxus des Gedanken machen hinzugeben. Es liegt an meiner Langeweile, die sich am Elend der anderen eine Betroffenheit leistet ohne sich wirklich mitverantwortlich zu fühlen. Das schlechte Gewissen, da haben Menschen nur die
 eine Hoffnung, das wir die sogenannte erste Welt mit all dem Reichtum, schützend eingreifen. Dank der Medien sind wir zeitnah dabei, sprechen die Hilfesuchenden uns direkt an, hoffen auf einen rettenden Strohhalm, die westliche Welt.
Befinden wir uns auf einer neuen Entwicklungsstufe, hin zu einer globalen Gesellschaft in der die Verantwortung gerechter verteilt und die Menschen besser geschützt leben können? Wenn ja, dann gibt es eine Zukunft.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen