Freitag, 24. Oktober 2014
Der Sinn giert nach Aufmerksamkeit
Die Dunkelheit kommt jeden Tag früher, aber ab Sonntagnacht schlagen wir ihr ein Schnippchen. Nun, dass hat auf den Rhytmus des Alltages keine Auswirkung auf meine unendlich freie Zeit, die manchmal so öde und langweilig ist, dass der Wunsch nach einer Tätigkeit für einen kurzen Moment die Oberhand gewinnt, um dann schnell wieder verdrängt zu werden, weil es nichts gibt, außer kreativ sich mit der eigenen Unfähigkeit zu beschäftigen. Die Notlösung wäre da noch die Idee einer kurzen Zusammenfassung von Moby Dick, die immer noch im Raum steht, aber deren Verwirklichung nur gelingen kann, wenn der innere Antrieb danach giert, die Kreativität reizt, doch leider verspüre ich nichts. Das erste Kapitel, so kurz vom Autor auch geschrieben, läßt kein Gefühl für die eigene Kurzinterpretation zu. Die Stimmung, die Lust fehlt, alles scheint wie abgestorben, der Sinnlosigkeit gehuldigt. Eine sinnvolle Tätigkeit, ob nun schreiben oder bildnerisch Arbeiten blockiert sich selbst durch fehlender Sinnhaftigkeit.
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