Montag, 13. Oktober 2014

Bewegung im Stillstand


Auf, auf, schnell, haltet es fest. Es will nicht, läßt sich nicht greifen, bleibt unerreichbar. Die Hände weit ausgestreckt fassen ins Leere. Alles nur kalte Luft, keine Aussicht auf Erfolg. Niedergeschlagen mit hängenden Schultern, baumeln die Arme im Takt der Sekunden. Das Kinn auf den Oberkörper gepresst, den Blick auf  die Füße gerichtet, die mit dem Boden fest verankert scheinen. Stillstand, nur die hängenden Arme geben einen Takt vor, hin und her. Die Ohren lauschen dem Windhauch des Hin und Her. Der Mund bewegt die Lippen im Takt der Arme, auf und zu, auf und zu. Das Herz pocht in seinem Rhythmus, bum, wie die bummm, bum, bum singt es mal schnell mal langsam. Der Singsang überträgt sich auf die Bewegung der Arme, der Mund setzt es in Töne um und die Füße heben und senken sich. Die Knie ziehen die Unterschenkel abwechselnd in die Höhe. Der Kopf passt seine Bewegung dem Takt der Beine an, mal hin und her, mal auf und nieder, mal seitlich nach rechts und links. Der Atem kann mit der Hektik nicht mithalten und der Kopf stoppt die Aktionen.

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