Donnerstag, 13. Oktober 2016

Die Verantwortung der Entscheidung

Es ist nicht hell, es ist nicht dunkel. Die Glühlampe spendet das notwendige Licht um einwenig zu lesen. Das Pad kommt ohne zusätzliche Lichtquelle aus. Zeit eine kleine Post zu tippen. Wie jedesmal entwickelt sich das Thema intuitiv beim Schreiben mit dem linken Mittelfinger. Der Blick hinaus durchs Fenster hebt nicht die Laune, kein Sonnenstrahl kitzelt die Seele um ihr ein Lächeln zu entreißen. Herbstzeit fördert Trübsal, gegen die die Stimmung anzukämpfen versucht und sich einen Weg in die Gemütlichkeit bahnt, mittels einer Tasse Tee, auf der Couch mit einem guten Buch liegend. Arglistig fragt die Entscheidung nach der Wahl der Literatur, wohlwissend um dessen Qual. Eine Graphic Novel verlangt keine ausdauernde Konzentration, gibt ein kurzweiliges Vergnügen. Nun, dafür muss ich die warme Decke verlassen, vielleicht doch lieber den Fernseher einschalten? Die Fernbedienung verlangt der Trägheit nicht allzuviel ab.

Vielleicht Musik hören, Bob Dylan wäre nicht schlecht oder Rammstein?

Egal, keine dieser Entscheidungen verändern das Sein, nur die Verantwortung für den Augenblick der Langeweile.

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