Sonntag, 23. Oktober 2016

Das Übel mit dem Übel


Oh ist mir übel, zu viel gegessen.  Ein Übel ist nicht gleich das Übel, von dem man glaubt die Wahl zu haben. Die USA steht vor so einer Wahl, wie vielfach behauptet wird. Habe ich jemals so viel über die Kandidaten gewusst,  nein. Warum denn jetzt? Vielleicht weil es eine Frau ist, von der man weiß, dass sie genauso fehlbar ist wie ihre männlichen Vorgänger. Also völlig normal, obwohl man am Kontrahenten bedenkliche Zweifel hegen könnte. Überhaupt scheint es nur noch menschliche Übel, besonders in der Politik, zu geben, obwohl, hat sich seit der Vergangenheit etwas geändert? Nein. Sind wir heute mit der ungeheuren Vielzahl an unterschiedlichen Wissen so sensibilisiert, dass jegliche Glaubwürdigkeit in Verunsicherung mündet. Fragen finden keine Antworten, dass ist die Stunde der Scharlatane, die mit ungeheuerlich dummen, verrückten Antworten ein immer größeres Publikum finden.

Was bleibt vom Sonntag? Die Gewissheit, dass der nächste Sonntag nicht mehr weit ist, lediglich die Wochentage liegen dazwischen. So vergehen die Tage, die Wochen, Monate, Jahr für Jahr. Die Zeit hat mich grau werden lassen, die Haut wird von Mal zu Mal schrumpeliger, die Augen trübe, die Zähne harren aus, wohl wissend, dass auch sie endlich sind. Die Aufregung namens Leben finden außerhalb der eigenen vier Wänden statt. Das Fenster zur Welt streift mich durch Flachbildschirm und Internetseiten oder träume ich nur auf der Couch?

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