Die letzte Socke gestrickt, streift ein unbeschreibliches Glücksgefühl meine Befindlichkeit. Ein Blick in die Medien liefert die Erklärung: Schleswig-Holstein, das Land der glücklichsten Deutschen. Dieses aufkeimende Gefühl fördert den Wunsch nach Produktivität. Nie wieder Socken stricken, lieber viele Worte, Sätze posten, aber wer glücklich ist kann nur schwerlich inhaltlich arbeiten, denn dem Glück, ohne die Leidenschaft der Liebe, fehlt es an Substanz. Welch ein Glück, die Medien liefern reichlich Stoff über die Weltlage, ob politisch, gesellschaftlich, ökologisch, ökonomisch oder...... Immer wieder stelle ich frustriert fest, dass meine liebsten Äußerungen Wiederholungen, Wiederholungen sind, denn viele Post ähneln sich, wie peinlich. Krampf macht sich breit, das Glücksgefühl scheint nur flüchtig zu sein, soll ich mich darüber freuen? Positiv betrachtet befinde ich mich im Trend, denn alles was als Fakten bekannt scheint, unterliegt der ständigen Wiederholung, es gibt nicht wirklich etwas Neues. Liegt darin das gesellschaftliche Phänomen die Welt durch eine braune Brille der Ignoranz von Tatsachen zu sehen? Immerhin lebt es sich mit einer subjektiven Wahrheit angenehmer, weil dem Anschein von Verstehen Bedeutung gegeben wird, egal wie abstrus die vermeintlichen Wahrheiten auch sind.

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