Mittwoch, 9. März 2016
Die Absage der Wertegemeinschaft an das Miteinander
Wenn auch die Eintönigkeit eines Tages von mal zu mal variiert, bleibt die Tatsache bestehen, dass die Nachrichtenflut aus dem Flachbildschirm keinerlei Einfluss auf das körperliche Verhalten hat. Lediglich das Hirn genießt einen Schock nach dem anderen, der aus den Nachrichten heraus auf die Couch strömt. "The never ending story about the refugees." Was tun, wie ehrlich mit den Problemen umgehen? Der Schock der Erkenntnis, dass es keine befriedigende Lösung auf der Basis einer Wertegemeimschaft geben wird, denn der große Ansturm der Schutzsuchenden, sei es auch aus wirtschaftlichen Gründen, spaltet die europäische Gesellschaft, die sich zuallererst national versteht. Was tun, der Widerspruch einerseits mitmenschlich zu agieren und anderseits die eigene Interessen vor Überfremdung zu schützen tendiert mehr und mehr zur Abschottung und Ausgrenzung der Flüchtlinge. Viele Staaten fühlen sich überfordert, wollen sich nicht mit der Problematik, die durch muslimischer Zuwanderer (Salafisten) einher gehen könnte, auseinandersetzen. Die Wanderung in der globalen Weltgemeinschaft lässt sich nicht stoppen, es sei denn durch eine unüberwindbare Todes Mauer, ähnlich der ehemaligen DDR. Ein illusorischer Gedanke, der so nicht durchsetzbar sein wird. Was dann? Deals mit Diktaturen eingehen, die eindeutig die Menschenrechte missachten, um der vermeintlichen Flüchtlingsflut einzudämmen? Die EU sollte endlich ehrlich mit Zuwanderung umgehen. Es ist allemal besser genau festzulegen wieviel Zuwachs verträglich ist, der von den Bürgern auch mitgetragen werden kann. Eine harte, unmenschliche Entscheidung, vor der sich manche Nation scheut. Aber ist die Abschiebung in eine ungewisse Zukunft in der Türkei humaner oder reine Selbsttäuschung nach dem Motto "Aus dem Augen, aus dem Sinn" oder "Nach uns die Sintflut".
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