Montag, 21. November 2016

Der gordische Knoten



Befreit bloggern vom Denken oder bringt das Schreiben gedankliche Aufklärung über dass, was die geistige Wahrnehmung der Gegenwart bedeutet? Wo sind Standpunkte geblieben, die Meinungen artikulieren? Die Gedanken sind frei, frei von was? Die Freiheit eine Meinung zu vertreten unterliegt der Verantwortung sich über deren Folgen bewusst zu sein. Klingt gut, geht aber an der Realität des Postfaktischen vorbei. Unterliegt der gesellschaftliche Wandel dem Trugschluss eines Rückwärts gewannten Denkens, dass sich in verklärten Vorstellungen in Sicherheit wägt? Fortschritt, ein Wort der Forschung, abhängig vom Stand der finanziellen Möglichkeiten der Industrie und Politik, hat die Bots entwickelt, künstliche Meinungsmacher, die mehr und mehr die sozialen Medien beherrschen. Welchen Einfluss haben sie auf den Leser, der die Gegenwart begreifen will und kläglich am Überfluss der Informationen zu ertrinken droht und jeden Strohhalm dankbar ergreift, der ihm Klarheit (Sicherheit) suggeriert. Dumme, einfache Erklärungen sind eher nachvollziehbar als die komplizierte Gegenwart. Was lernen wir daraus? Klarheit kann nur die intelligente, einfache Darstellung sein, die realistisch den Menschen dort abholt, wo er sich verirrt hat. Die einfache, realistische Aufklärung findet sich tausendmal seltener im Antwortenkatalog der Gegenwart, als das Gelaber der Populisten. Die soenannte Elite scheitert deshalb an einfachen Antworten, weil sie nicht in der Lage ist zu übersetzen, aus Sorge die Komplexität nicht korrekt wieder zu geben. Aus Sorge, die Zusammenhänge selbst nicht mehr zu verstehen. Was kann man dagegen unternehmen? Die Schere zwischen Arm und Reich geht genauso auseinander, wie die Möglichkeiten der geistigen Auseinandersetzung zwischen den Bürgern, die sich wie die Arme eines Kraken in alle Richtungen bewegen und nach Nahrung suchen. Vielleicht trifft das Bild eines vernoteten Wollfadens, der entwirrt werden muss, weil er sonst nicht zu gebrauchen ist. Vielleicht trifft das Bild eines gordischer Knoten, der nicht durchschlagen, sondern gelöst werden will. Wir kommen nicht darum herum uns den Problemen der Zukunft zu stellen, fangen wir mit den Dingen an, die unser direktes Umfeld betreffen, schauen wir mit offenen Augen ohne uns von Dritten beeinflussen zu lassen. Lassen wir uns auf die Zukunft ein, in dem wir lernen die Gegenwart zu verstehen. Oh, das klingt so einfach, wenn ein jeder über seinen Schatten springen könnte. Ein Anfang wäre gemacht, wenn ein jeder ehrlich zu sich selbst wäre und seine Erkenntnisse  in die öffentliche Diskussion bringt. Blablabla und Frau Merkel tritt nochmals an.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen