Montag, 3. November 2014
Der zerbrochene Spiegel
Montag ist fasst vorbei, das vergangene Wochenende ohne Posts. Heute, bevor der Dienstag ansteht, heute schreibe ich. Worüber, das entscheidet? Wer? ich? Na gut, einige Gedanken zum Thema Menschen, die in Europa Zuflucht suchen und in ihrer Vielzahl das Sozialsystem sprengen könnten. Wer sprengt wen? Die, die das System ausnutzen und sich mit horrende Mieten für miese Unterkünfte für Flüchtlinge, Asylsuchenden, bereichern? In den Foren tun die User so, als würde sie das Thema interessieren, aber lediglich ihrer Lust am Blödeln frönen, sich gegenseitig beschimpfen, ein Ritual, wie es scheint. Was ist bloß aus der öffentlichen Meinung in seiner Vielzahl geworden. Nichts. Ein bisschen Spaß muss sein, ein Ventil um nicht an der eigenen Hilflosigkeit zu ersticken? Hilflosigkeit ist nicht der richtige Ausdruck dafür, aber mir fällt kein anderes Wort ein.
Im nahen Osten leben Millionen Flüchtlinge in Lagern, in Ländern, wo die meisten Menschen selbst nicht viel haben und trotzdem unterstützen sie die Flüchtlinge. Die Lage dort ist wenig Menschenwürdig aber besser als in den Krisengebieten zu sterben. Die Weltgemeinschaft schaut zu, handelt hier und da, um nur festzustellen, dass ihre Möglichkeiten, ihre Ressourcen begrenzt sind. Die einzig wahrhaftige Lösung wäre ein gemeinsames Handeln aller, damit denen, die meinen mit Waffen das Völkerrecht zu brechen, endlich schweigen und zur Verantwortung gezogen werden. Eine schöne heile Welt wird es nie geben und der Gedanke an eine gerechte Welt gehört allein der Hoffnung. Die Geschichte ist voller Kriege und Ungerechtigkeiten.Völkerwanderungen veränderten durch die Jahrhunderte das Weltbild. Heute, durch das Internet, erleben wir die Ungerechtigkeiten in anderen Ländern direkt zeitgleich, wird die Hilflosigkeit schmerzhaft bewusst. Uns geht es gut, die Kriege haben wir hinter uns gelassen. Die Menschen aus den Krisengebieten wissen von unseren sogenannten sicheren Orten wie Europa. Käme ich aus diesen Gebieten, ich würde mich auch nach Europa oder Amerika aufmachen. Im 19. Jahrhundert kamen so viele Europäer nach Amerika. Alles schon zigmal erzählt und doch bleibt ein fahler Geschmack zurück. Der Blick in die Zukunft wird auch für uns düster sein.
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