Dienstag, 15. Juli 2014

Tage wie dieser

Habe einen Kommentar geschrieben, nichts von Bedeutung. Gottfried Keller und wie wir zum Gutmenschen werden können. Hm, Gottfried Keller klang altbackend.

Machte heute einen Ausflug von der Couch zu einem Vortrag in die Universität Hörsaal 1b. "Das Buch wird zu meinem Buch, wenn ich es lese." Vorher schnell im Bücherkeller vorbei geschaut um nach der verstorbenen Nadine Gordimer zu suchen. Lese gerade Benito Cereno von Melville, da wäre etwas über die Apartheit in Südafrika gerade recht. Natürlich nur zum billig Preis eines alten Buches. Der alte Herr der Bücher war sehr zuvorkommend, wollte sich aber nicht nach den Büchern der Autoren, die mit G beginnen, bücken. Nun damit habe ich kein Problem, nur leider war Gordimer nicht zu finden. Aber ein anderes Buch fand mich, ja so kann man das sagen. Ich wurde von Gottfried Keller "Der Grüne Heinrich" gefunden. Für 2,50€  ein altes Schnäppchen. Der alte Herr der Bücher versicherte mir es sei eine besondere Ausgabe aus der Bibliothek der 100 Bücher. Nun, spendabel wie ich war zahlte ich gönnerhaft 3€. Das ist sonst nicht meine Art für ein reichlich vergilbt Buch aus den 1960er Jahren gebe ich höchstens einen Euro. Nun lag das Buch auf dem kleinen Klapptisch im Hörsaal vor mir. Ich blätterte und begann das Vorwort des Autors zu lesen. Oh, welch eine Frische der Sätze, wie ein kühle Brise vielen sie über mich her. Da hatte mir die Erinnerung an die Schulzeit, an Gottfried Keller einen Streich gespielt. Weiter bin ich nicht gekommen der Vortrag begann Flaubert und sein zweites Ich Madame Bovary. Sehr interessant, hatte zwar ein paar Probleme dem komplizierten Text zu Folgen. Das liegt am vielen Fernsehen, da ist das genaue hinhören schädlich, muss wieder erlernt werden. Das hat denn auch bald geklappt, bin ja nicht ganz verblödet, nur ein Wenig oder etwas mehr?
Nun, die Qual der Wahl, welches Buch lese ich zuerst nach Benito Cereno? Oh je, ich ahne meine Entscheidung, sie wird in der Verweigerung liegen und auf der Couch vor der Glotze enden oder bei Blogger vorbeischauen und sich langweilen. Ich liebe das.



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