Dienstag, 10. Oktober 2017

Dialektik der Realität in der Fiction

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Heimat ein Begriff der lange Zeit negativ besetzt war und heute aktueller ist als er vielleicht je war. In Zeiten der Globalisierung wird die Heimat zu einem Anker der Identität. Was ist, wenn die Heimat nicht mehr existiert, dann wird sie zu einem Ort der Erinnerung. Die Heimat kann aber auch missbraucht werden, wenn die Angst vor Überfremdung das Handeln von Menschen bestimmt. Die einzige Wahrheit steht, dass nichts bleibt wie es einst war. Eine Erkenntnis die gerne verdrängt wird und die Erinnerung an Heimat glorifiziert. Ein Trugschluss, der zur subjektiven Wahrheit wird, die Geburtsstunde der Fake News. Alle mal angenehmer als eine Realität, die Lösungen für die Zukunft  verweigert. Doch der Mensch wäre nicht der Mensch, der zum Denken fähig ist. Ein Dilemma, denn ein Fünkchen  Zweifel, der nach Gewissheit schreit, meldet sich, staut sich an, entlädt sich in Wut und Aggression, die Eltern des Hasses. Diejenigen, die nach realistischen Lösungen streben, was fasst unmöglich erscheint, sehen sich nicht nur einer Wut der anderen, ausgesetzt, sondern erkennen einen Berg an Widrigkeiten, der abgebaut werden will. Um das Unmögliche zu bewältigen bedarf eines positiven Denkens, dass auf der negativen Wahrheit von Möglichkeiten aufbauen kann.

Aus der sehr fernen Vergangenheit der Menschheit legen Ausgrabungen Zeugnis ab vom Untergang der Hochkulturen rund herum des Planeten Erde. Die Schwierigkeit nach den Ursachen zu forschen liegt an nachweisbaren Fakten, die nur mit Hilfe kreativer Fantasie entschlüssel werden könnten, aber ohne realem Beweis immer in der Fiktion stecken bleiben.  Tatsache bleibt, dass es nachweisbare Klimaveränderungen gab, die zum Zusammenbruch der Kulturen führten, denn sie konnten sich wahrscheinlich nicht darauf einstellen, vielleicht war es auch der Wahn der Macht, der zu Kriegen führte oder die Unfähigkeit der Herrschenden Klassen auf Veränderungen mit Maßnahmen zu reagieren, die eine reale Zukunft für alle sicherten. Die Wut der einfachen Menschen, die den Untergang spürten und die Unfähigkeit der Herrschenden mit Wut und Aggression begegneten und so zum Sturz der Ordnung beitrugen, die den Zusammenbruch der Kulturen besiegelten. Vielleicht, vielleicht  sind sie alle zusammen möglich gewesen und haben den Untergang besiegelt.  Ähnlichkeiten zum Heute liegen auf der Hand. Die Entwicklung des Modernen Menschen umschließt bis jetzt nur einen kurzen Zeitraum. Die Entwicklung der technischen Möglichkeiten sind atemberaubend, aber merkwürdiger Weise ist der Mensch in seiner Art der menschlichen Problemlösung sehr,sehr viel langsamer in seiner Entwicklung. Sind wir unfähig eine Zukunft zu gestalten, weil die Bequemlichkeit, in der ersten Welt, am Festhalten des Gewohnten daran hindert? Vielleicht oder bestimmt, gab es in den Hochkulturen vor 3000 Jahren oder auch länger immer wieder Revolutionen, so wie wir sie aus der Vergangenheit kennen. Die Entwicklung von Waffen verringern heute die Möglichkeiten einer Revolution. Eine Bedrohung der Demokratie, die ihrem Ende entgegen sieht, falls die Menschen nicht gemeinsam nach Lösungen suchen, die allen mehr  zu gerechten Verteilung weltlichen Güter verhilft. Allerdings lässt das Ende der auszubeutenden Ressourcen nichts gutes für die Zukunft der Menschheit zu. Statt weitere technischen Fortschritte, die wichtig sind, sollten wir endlich aus der Vergangenheit lernen. Die Fähigkeiten sind uns gegeben, die Möglichkeiten liegen auf der Hand, setzen wir es um.
Ob es auch in den vergangenen Hochkulturen solche Gedanken gab?

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