Mittwoch, 27. April 2016

Sein und Schein

Die gefühlte Zeit rennt und rennt, meine Fitness Uhr zählt und zählt Schritte, obwohl der Körper langgestreckt auf der Couch liegt. Wie kommt es, warum lügt das Teil und gaukelt Fitness vor. Hat mir sogar zum Weltpinguin Wandertag gratuliert, 120 km. Gut, täglich 4 km schaffe ich, auf dem Fahrrad dürfen es auch schon mal 20 km oder etwas mehr sein, aber 120 km. Seit zwei Tagen bin ich faul, von der Fresslust getrieben, fröne ich der Faulheit, viel zu kalt da draussen, so kuschelig warm unter der Decke auf der Couch, pfeife ich auf den Diätwahn und träume von Kreativität. Ab und an füllt sich ein Blatt des Skizzenbuches. Insgesamt sind es 20 Doppelseiten,  40 Skizzen mit Text zu Moby Dick. Die Seite 10 strahlt noch unbefleckt. Heute oder Morgen werde ich da sein, wo ich von 6 Monaten aufgehört habe. Immerhin der gesamte Text steht, aber 30 Seiten wollen mit Pastellfarben bearbeitet werden, leider auf falschem Papier. Dumm gelaufen, mein Sparzwang, der gerne im Kaufrausch mündet, wählte das billige Skizzenheft, obwohl genügend gute Skizzenbücher in den Schubladen schlummern. Traue mich nicht sie mit meinen Skizzen zu füllen, sie sehen so jungfräulich, so makellos rein aus.

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