Sonntag, 17. Juli 2016

Der menschliche Makel

Gibt es etwas Neues, eigentlich nichts denn Menschen sterben täglich, ob auf natürliche Weise oder durch widerwärtiges Fremdverschulden. Die Normalität in der Banalität des Bösen gehört zu einer urmenschlichen Regung des Machtanspruchs derer, die glauben zu Höheren berufen zu sein. Wieder und wieder bekunden wir Betroffenheit und wieder und wieder findet der Populismus mehr gehör und plötzlich wird es wieder hoffähig sich von der Demokratie abzuwenden um sich irgendwelchen Despoten unter zu ordnen in der falschen Hoffnung auf ein friedliches Leben (Tod?). So stehen wir permanent am Abgrund, manchmal weichen wir zurück, aber eigentlich lieben wir es in den Abgrund zu schauen, zu erschauern, auf die herbei gerufenen Despoten zu warten, die uns mit Inbrunst hinabstoßen, denn zu etwas anderen sind sie nicht fähig. Demokratie zu leben bedeutet permanente Auseinandersetzungen auszuhalten und vor allem Mitzugestalten und den Zweifel an der eigenen Hilflosigkeit in eine Form der kreativen Verantwortung umzuwandeln. Die Komplexität des globalen Miteinander überfordert nicht nur die politische Kasten sondern  auch den Einzelnen. Die Unterdrückung durch die Macht der großen Industriekraken, die die Globalisierung bestimmen wollen können nicht allein für Terrorismus und Diktaturen verantwortlich gemacht werden.
Was hat sich seit den Anfängen der Menschheitsgeschichte verändert außer der technologischen Entwicklung und der damit vermeintlichen Sicherheit sich ins Private zurück zu ziehen. Eigentlich nicht viel, da stellt sich die Frage warum Hochkulturen immer wieder umtergegangen sind?  Vielleicht ist es unsere Unfähigkeit aus unseren Fehlern zu lernen und die Grenzen der menschlichen Möglichkeiten zu erkennen um dann damit adäquat umzugehen.

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